Bayerische Staatsmedaille für Dr. Friedrich Keller und Hermine Rodde
Zwei Helfer in der Not

Sozialministerin Emilia Müller überreichte Dr. Friedrich Keller am Freitag Urkunde und Medaille. Bilder: Gert Krautbauer (2)
München/Schwarzenfeld/Teunz. (cv) Hohe Auszeichnung für zwei verdiente Landkreisbürger: Sozialministerin Emilia Müller verlieh in der Münchener Residenz an Dr. Friedrich Keller (Teunz) und Hermine Rodde (Schwarzenfeld) die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste.

"Als ehemaliger Chefarzt im Krankenhaus Oberviechtach war es von jeher Ihre Aufgabe, Menschen zu helfen. Auch in Ihrem wohlverdienten Ruhestand haben Sie einen Weg gefunden, diesen Dienst an der Allgemeinheit in neuer Weise fortzusetzen", betonte die Ministerin an Dr. Keller gewandt. Er sei Wegbereiter und Gründer der Tafel Oberviechtach und Neunburg vorm Wald geworden. Sein Ziel sei "mitzuhelfen, bestehende Armut zu überwinden". Den Vorsitzenden der Tafel zeichne nicht nur der Einsatz bei Gründung und Akquise der erforderlichen Mittel aus. Die Ministerin hob Dr. Kellers tägliche Bereitschaft hervor, neben der Tätigkeit als Vorsitzender auch aktiv als Helfer mitzuarbeiten: "Sie sind wie jedes andere Mitglied bei Abholung, Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel einmal die Woche eingeteilt".

Ebenso engagiert ist Hermine Rodde. Sie beschloss vor beinahe 20 Jahren, ihr ehrenamtliches Engagement dem Sozialdienst katholischer Frauen in Schwandorf zu widmen. Seit 2007 führt sie ihn als Vorsitzende. Der SKF ist eine freie Initiative von Frauen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen, Mädchen und Kindern, aber auch generell Familien und Jugendlichen in Armut und Not zu helfen. Im Fall der Schwandorfer Organisation heißt dies konkret, dass in einer Spielstube die stundenweise Betreuung von ein- bis achtjährigen Kindern durch Fachpersonal und Ehrenamtliche sichergestellt ist.

In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt wurden eine Tagesmüttervermittlung eingerichtet. Der SKF arbeitet aktiv in der Koordinationsstelle "frühe Kindheit" mit. Seit 2012 ist der SKF in der Lage, einzelne Vormundschaften zu übernehmen. Im Sozialdienst, "aber auch außerhalb tragen viele Initiativen "die unverkennbare Handschrift Hermine Roddes", betonte Müller beim Festakt.
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