Bayernpartei fordert Vorfahrt

Seit März gibt es den Kreisverband "Oberpfalz-Nord" der Bayernpartei. An der Spitze steht Roland Bayer aus Zessau. Da liegt es nahe, dass die Gruppierung auch in der Kommune, in deren Gemeinderat sie bislang nicht vertreten ist, ein Wort mitreden möchte.

Trabitz. (bjp) Im Namen "mehrerer Anwohner" richtete der Kreisvorsitzende einen Sammelantrag an die Gemeindevertreter. Darin bat er um die Beseitigung verschiedener "Missstände" in Zessau.

Eine der Forderungen zielte darauf ab, die Vorfahrtsregelungen im Ortsgebiet zu vereinheitlichen. Die an einigen Kreuzungen und Einmündungen angebrachten vorfahrtregelnden Schilder sollten beseitigt und ortsweit "Rechts vor links" vorgeschrieben werden. Dies verwarf der Gemeinderat jedoch, weil die punktuell getroffenen Regelungen durchaus ihren Sinn hätten. An einzelnen Stellen, so räumte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk ein, sollte die Geschwindigkeits- und Vorfahrtbeschilderung allerdings ergänzt und verbessert werden. Das habe eine Nachprüfung in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsgemeinschaft ergeben.

Die Umwandlung des Ortsgebiets in eine förmliche Tempo-30-Zone, die Voraussetzung für eine flächendeckende "Rechts vor links"-Regelung gewesen wäre, lehnten Räte und Bürgermeisterin ab. Per Einzelbeschilderung werde klargestellt, dass im ganzen Dorf nicht schneller als 30 gefahren werden solle.

Poller zu auffällig

"Keinen Handlungsbedarf" sah das Gremium auch für ein durch Poller oder Ketten augenfällig gemachtes Parkverbot auf dem Kirchenvorplatz. Die Bayernpartei hatte geltend gemacht, dass trotz des ausreichend vorhandenen Parkraums beim Gemeinschaftshaus sowie beim Gefallenenehrenmal und bei der Festhalle wie auch vor dem Gotteshaus Fahrzeuge stünden. Dies sei dem Erscheinungsbild von Kirche und Platz abträglich. Die Gemeindevertreter gaben hier zu bedenken, dass dauerhaft montierte Poller und Ketten das Bild womöglich noch mehr beeinträchtigten.

Unzufrieden äußerten sich die Antragsteller ferner darüber, dass Grünstreifen angeblich zu selten gemäht sowie Gräben und Gullyschächte nicht oft genug gesäubert würden. Laut Pepiuk werden die Grünflächen zweimal jährlich gemäht, Gräben nach Bedarf ausgeputzt und die Gullys einmal im Jahr sauber gemacht. Darüber hinaus veranlasse die Gemeinde Sauberhaltungs- und Pflegemaßnahmen, wenn sich diese bei Kontrollen als nötig erweisen. Die Antragsteller und alle anderen Bürger könnten sich jederzeit an die Gemeinde wenden, wenn sie weitergehende Maßnahmen für erforderlich hielten.

Den von der Bayernpartei angemahnten Austausch eines schlecht leserlichen Schildes an der nördlichen Ortsstraße, das Lastkraftwagen nur im Anliegerverkehr die Zufahrt erlaubt, will die Gemeinde umgehend vornehmen. Ein ebenfalls vorgeschlagenes weiteres Zusatzschild "Keine Wendemöglichkeit" will sie jedoch nicht anbringen: Dies sei nur bei Sackgassen üblich.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.