Becken soll schrumpfen

Bauhofleiter Bernhard Kodalle kann ein Lied von den Problemen mit dem Kneipp-Becken in Theuern singen. "Wir waren jede Woche drei bis vier Stunden da, haben alles probiert - mit Chemie, mit provisorischer Pumpe, das hat alles nichts geholfen". Doch nun besteht Hoffnung.

Bei einem Ortstermin am Kneipp-Becken am Dienstagnachmittag sah der Bauausschuss nicht mehr viel von der mannstiefen Grube, in die ein Übergabeschacht aus Beton mit einer Umwälzpumpe installiert werden musste: Die Baustelle ist wieder verfüllt, nur die Schachtabdeckung ist noch zu sehen, rund herum soll wieder Gras wachsen.

Das Kneipp-Becken "war an sich eine gute Idee, aber es ist nicht gut gelaufen", sagte Bürgermeister Roland Strehl bei der Besichtigung, die der Gemeinderatssitzung vorausging. Das Problem: Das Wasser in dem großen Becken wurde von der Sonne aufgeheizt, wurde zu warm, es bildeten sich Algen, die den Boden glitschig machten und Nutzer abschreckten. Die Folge: Besonders in diesem Jahr wurde die Anlage kaum mehr benutzt. Nach umfangreichen Nachbesserungen soll nun alles anders werden: Jetzt wird das Becken mit Frischwasser gespeist und es soll auch verkleinert werden.

Damit reduziert sich die Wasserfläche, die der Sonne ausgesetzt ist, und der Frischwasserzulauf kann zur Kühlung beitragen. Eine Garantie, dass diese Überlegung die Probleme lösen kann, gebe es freilich nicht, schränkte Strehl ein.

Mit rund 15 000 Euro wird die Nachbesserung zu Buche schlagen - diese bislang ungenannte Zahl reichte Strehl beim Ortstermin nach. Gut 50 000 Euro hat der Bau die Gemeinde ursprünglich gekostet. "Die Hälfte war durch das Leader-Förderprogramm abgedeckt", blickte Herbert Breitkopf vom Heimat- und Kulturverein zurück. "Wir wollten uns da mit einbringen", erläuterte er die gute Absicht des Vereins.

Dieser hat dazu den überdachten Freisitz mit Pavillon organisiert und selbst "rund 12 000 bis 13 000 Euro eingebracht", sagte Breitkopf. Doch die Anlage habe dann "nicht richtig funktioniert", obwohl sie anfangs "sehr gut angenommen wurde", wie Breitkopf berichtete. Der Verein will sich bei dem Projekt aber weiter engagieren: "Uns schwebt vor, nächstes Jahr einen kleinen Spielplatz für Kinder neben dem Becken zu bauen."
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