Beckenwasser kalt, dafür algenfrei

Bürgermeister Heinz Lorenz (stehend) konnte zufrieden sein. Die Bürger waren es, bis auf die Kritik am Betrieb des Naturerlebnisbades, auch. Bild: bkr

Es war die dritte und letzte Bürgerversammlung für dieses Jahr. Ohne die kritischen Anmerkungen eines Bürgers zum Naturerlebnisbad wäre es alleine ein Bericht von Bürgermeister Heinz Lorenz über die kommunale Entwicklung mit Ausblick auf die anstehenden Kernaufgaben gewesen.

Immenreuth. (bkr) Der Zuhörer im Sportheim monierte den Betriebsablauf im Naturerlebnisbad. Er vermisse eine Schlechtwetterregelung und einen Abendtarif. So sei das Bad auch bei einer Außentemperatur von 13 und einer Wassertemperatur von 16 Grad geöffnet gewesen. Geschwommen sei nur ein Badegast mit Neoprenanzug. Alle anderen Bäder ringsum hätten bei schlechtem Wetter geschlossen, das Immenreuther nicht. Personalkosten hätten hier ebenso eingespart werden können wie bei einer rechtzeitigen Schließung zum Saisonende. Grafenwöhr und Erbendorf hätten eine Woche früher zugemacht.

Kein Einfluss auf Temperatur

Bürgermeister Lorenz antwortete als Geschäftsführer der Naturerlebnisbad GmbH mit dem Hinweis auf das zeitlich festgelegte Vertragsverhältnis mit dem Schwimmmeister und auf die Regelung, die Kasse bei ungünstiger Wetterlage nicht zu besetzen. Das Wasser im Schwimmbecken sei an vielen Tagen wärmer als zu Zeiten des beheizten Freibades gewesen, berichtete der Rathauschef. Eine bestimmte Gradzahl allerdings könne nicht garantiert werden, dafür sei es ein Naturerlebnisbad. Trotz des heißen Sommers und der hohen Besucherzahlen konnte der Badebetrieb aufrecht erhalten werden. Andere Naturerlebnisbäder mussten wegen Problemen mit Algen und gesunkener Wasserqualität schließen.

Seinen Rechenschaftsbericht der bisherigen Bürgerversammlungen ergänzte Lorenz. Er hoffe, dass nach dem zweiten Verfahrensschritt beim Breitbandausbau die Leistungen im Bereich Hoflohe, Windäcker und Zweifelau weiter verbessert werden können. In diesen Innerortsgebieten sollen zunächst 30 bis 50 Megabit pro Sekunde erreicht und später durch neue Technik verdoppelt werden. Auf 100 Megabit pro Sekunde werden sich die Außenbereiche freuen können. Ebenso teilte der Redner mit, dass die Ausschreibung für die Verlegung des Bahnsteigs veröffentlicht wurde. Für die Bauausführung ist der Zeitraum vom 18. März bis 31. August 2016 vorgegeben.

500 Euro mussten an die Dorferneuerung zurückgezahlt werden, weil der kleine Parkplatz bei der Eisenbahnbrücke in der Friedhofsstraße gepflastert wurde. Den Bauhofmitarbeitern bescheinigte Lorenz gute Arbeit. Beim Dorferneuerungsprogramm stehen noch die Gestaltung des Kindergartenumfeldes mit Wasserspielplatz sowie die Sanierung der Flötzbachbrücke und des Felsenkellers im Mühlweg an.

Eisenträger rosten weiter

Noch vier bis fünf Jahre wird der Anbau an das Rathaus, das ehemalige "Lehrerhaus", genutzt werden können. Laut dem Rathauschef sind dann die Eisenträger im Keller soweit durchgerostet, dass auch die erfolgten Sicherungsmaßnahmen nicht mehr ausreichen. Verzögert hat sich das Auslegungsverfahren für die Ausweisung des Gewerbegebiets Zweifelau. Zwei Behörden beantragten Fristverlängerung. Lorenz gab sich aber optimistisch, sowohl dieses Genehmigungsverfahren als auch das für den zweiten Bauabschnitt des Bebauungsgebiets Steinäcker bald abschließen zu können.

Bei den Freizeiteinrichtungen verwies er auf Verjüngungsmaßnahmen auf dem Campingplatz. Entnommen werden müssten die zu hoch gewachsenen Bäume, die Camper gepflanzt haben. Nun haben sie Angst, dass die Bäume bei Sturm umfallen könnten. Ein neuer Parkplatz habe die Parksituation beim Naturerlebnisbad entschärft. Parkende Autos beidseits der Zufahrtstraße hatten den Rettungsdiensten die Anfahrt erschwert. Das Manko sei beseitigt.
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