Beeindruckender Vorlesetag an der Fichtelnaabtalschule
Bilder im Kopf

Kein reines Vergnügen war der Vorlesetag an der Fichtelnaabtalschule. Grausame Geschichten, wie sie das Leben leider schreibt, sorgten für betretene Gesichter. Bild: ld
Phantasie entwickeln, sich ein Bild machen von dem, was da vorgetragen wird, mitfühlen, mitdenken, gebannt zuhören und sich in eine andere Welt entführen lassen. All das war gefordert von Schülern der Fichtelnaabtalschule. Sie erlebten in ihrer Fantasie schlimme und schöne Dinge, genossen die Vorträge der Vorleser, die als literarische Reiseleiter gekommen waren. Das Lesen ist in den Hintergrund getreten. Digitale Medien haben Einzug gehalten.

Der bundesweite Vorlesetag - eine Initiative von "Die Zeit", "Stiftung Lesen", und "Deutsche Bahn Stiftung" - wurde deshalb vor einigen Jahren ins Leben gerufen. Jedes Jahr lesen Zehntausende Menschen kleinen und großen Zuhörern vor. In der Grundschule waren Erzieherinnen der umliegenden Kindergärten, Nicole Besold, Jasmin Herrman, Anne Schricker und Tanja Schraml, zu Gast. Die beiden Bürgermeister aus Neusorg und Pullenreuth, Peter König und Hubert Kraus, unterhielten die Kinder eine Stunde lang, Lothar Scharf, ehemaliger Lehrer der Grundschule, hatte sein Mitwirken zugesagt und auch der dritte Bürgermeister aus Neusorg, Karl Lenhard, hatte interessante Geschichten ausgesucht. Gespenstergeschichten machten die kleinen Zuhörer ebenso froh wie solche, die von guten Freundschaften erzählen. Auch der "Kleine Prinz" fehlte nicht. Die fünfte Klasse begrüßte Pfarrer Hans Riedel, Bürgermeister Manfred Kratzer hatte ein Buch für die sechste Klasse dabei. Eine ganze Büchertasche, die auch ein Hörbuch enthielt, präsentierte Pfarrer Andreas Kraft den Siebtklässlern. Hans-Helmut Schindler aus Brand hatte bereits zum dritten Mal die Einladung zum Vorlesetag angenommen und sorgte in der achten Klasse für Spannung.

Keine leichte Kost tischte Lehrerin Karin Sieber den Neuntklässlern auf. Mit einer besonders schlimmen Passage aus der selbst erlebten Geschichte von Waris Dirie "Wüstenblume" machte sie das Auditorium betroffen. Hier geht es um das grausame und menschenverachtende Ritual der weiblichen Genitalverstümmelung. Bereits im Vorfeld waren Rektorin Sabine Graser und Konrektor Alexander Köstler als Vorlese-Gäste in den Kindergärten unterwegs. Den Dank für die Geschichten und die geschenkte Zeit überbrachten am Ende die Klassensprecher und Lehrer.
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