Begeisterung mit klaren Worten

Geschenke gab es auch für den "neuen" Pfarrer: Ein Bild der Kinder der Tagesstätte zeigt den Geistlichen, vom Vertrauensmann des Kirchenvorstands Udo Greim (rechts) gab es eine italienische Pfeife mit passendem Kraut.

Er wird überall mit offenen Armen willkommen geheißen. Sowohl die kirchlichen, als auch die weltlichen Vertreter und die Kollegen freuen sich, dass Dr. André Fischer fest in Grafenwöhr bleibt.

Grafenwöhr/Pressath. (rgr) Beim Empfang im evangelischen Gemeindehaus wurde die Freude in Worte gepackt. "Es ist ein Glücksfall, dass ausgerechnet er sich entschieden hat, dazubleiben." Diesen Ausspruch von verschiedenen Personen brachte Bürgermeister Edgar Knobloch mit zum Empfang. "Das sagt eigentlich alles und das heißt schon was, wenn Oberpfälzer so was über einen Franken sagen", meinte Knobloch.

Die Installation wirkt weit über den Pfarrer mit seiner Frau und der evangelischen Gemeinde Grafenwöhr-Pressath hinaus. Die letzte kirchliche Amtseinführung dieser Art war im Jahr 1988. "Wir alle sind froh, dass wieder Kontinuität einkehrt", sagte Knobloch auch im Namen seiner Bürgermeisterkollegen Werner Walberer (Pressath) und Thorsten Hallmann (Schwarzenbach).

Die Kirchen- und auch die weltliche Gemeinde seien gleichermaßen von gesellschaftlichen Veränderungen betroffen. Einerseits gebe es die Tradition bei einer Kirchweih, die mit Dirndl und Lederhosen gefeiert werde. "Aber es gibt auch eine zunehmende Abkehr von der christlichen Religion mit Kirchenaustritten und Politikverdrossenheit. Deshalb bin ich froh, dass Sie ein Zeichen setzen, um als Pfarrer tätig zu sein und bin mir sicher, dass sich das auf die kirchliche Gemeinde positiv auswirkt", sagte Knobloch.

"Die evangelische Gemeinde mit seiner kleinen feinen Kirche ist eine lebendige Kirchengemeinde. Nur das ist entscheidend", erklärte stellvertretender Landrat Albert Nickl. In dreieinhalb Jahren habe Pfarrer Fischer einen guten Ruf bekommen, der die Menschen mit klaren Worten begeistert. Ihnen ist er "ans Herz gewachsen". Nickl dankte dem Geistlichen und seiner Frau für die Entscheidung.

Ihre Glückwünsche an Pfarrer Fischer richteten Pressaths Pfarrer Edmund Prechtl sowie der Pfarrgemeinderatssprecher von Grafenwöhr, Stephan Wolf, aus. "Die Ökumene ist Pfarrer Fischer stets ein Herzensanliegen", betonte Wolf. "Es gab bereits viele gemeinsame Termine, wie an Pfingsten, den Schöpfungstagen, bei Taizé-Abendgebeten und gemeinsamen Ausflügen, bei denen es stets ein gutes Miteinander gegeben hat." Anne Utz, Pfarrerin aus Eschenbach, sprach auch für die Kulmregion: "Die Zusammenarbeit ist total schön."

Der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Udo Greim, überreichte Pfarrer Fischer eine italienische Pfeife als Geschenk. Von den Kindern der Kindertagesstätte "Kinderhaus Kunterbunt" bekam er per Lied einen Regenbogen, Hundert Seifenblasen, eine weiße Wolke, einen Kieselstein und ein Kuchenherz, worauf stand: "Ich mag dich so."

Besonders gefiel dem Pfarrer ein Bild mit ihm selbst, der Michaelskirche und Gottesdienstbesuchern. Er bedankte sich abschließend bei allen, die hier waren, mit den Worten: "Ich fühl mich hier sehr wohl und der hier lebende Menschenschlag liegt mir sehr am Herzen."

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Bildergalerie im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/pfarrer-fischer
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