Beginn möglichst schon im August - Werben um Unterstützung - Auch BRK-Ortsverband angepeilt
"Helfer vor Ort" bereit für Einsatz

Sie wollen die Notfallversorgung im Markt verbessern: Initiator Patrick Jung (von links), zweiter Bürgermeister Oliver Mutterer, stellvertretende Bereitschaftsleiterin Kerstin Walter, Rettungsdienstleiter Peter Lischker, Stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Sandro Galitzdörfer, Bereitschaftsleiter Sebastian Windschügl und BRK-Chefarzt Dr. Gerhard Wührl. Bild: le
Floß. (le) Ein wichtiger Schritt für die medizinische Notfallversorgung im Markt: Dank des Engagements der beiden Flosser Noah Lugert und Patrick Jung soll möglichst noch im August ein "Helfer vor Ort"-Standort (HvO) errichtet werden. Unterstützung dafür kommt nicht zuletzt vom "Gewerbering Floß", der ohnehin die Einnahmen aus dem Maimarkt für die medizinische Versorgung verwenden wollte. Den Einsatz von Lugert und Jung bezeichnete Gewerbering-Vorsitzender und zweiter Bürgermeister Oliver Mutterer denn auch als "einen Glücksfall". Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass es für die Einrichtung weitere Unterstützer aus der Wirtschaft, aber auch aus der Bürgerschaft brauche.

HvO sind besonders ausgebildete Ehrenamtliche, die bei Notfällen helfen und die Zeit überbrücken, bis beispielsweise ein Notarzt eintrifft. Weil nur Helfer aus dem Gemeindegebiet zum Einsatz kommen, sind sie meist schnell vor Ort.

In Flossenbürg ist unter Leitung der Bergwacht bereits ein HvO-Team aktiv. Mögliche Überschneidungen und Einsatzzahlen hatte Peter Lischker, Rettungsdienstleiter der BRK-Bereitschaft Neustadt, durchleuchtet. Ergebnis: In Floß und Umgebung gibt es jährlich 130 Notfalleinsätze. Also entschloss sich der Kreisverband, den Antrag auf den neuen Standort beim Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung einzureichen und zu genehmigen. Bereitschaftsleiter Sebastian Windschügl sagte, er erwarte eine gute Zusammenarbeit von Floß und Flossenbürg. Der Chefarzt des Kreisverbandes, Dr. Gerhard Wührl, unterstrich, dass es um schnellstmögliche Hilfe vor Ort gehe.

Aktuell haben fünf Flosser ihr Engagement zugesagt. Daneben gibt es noch weitere Interessenten. Lischker kündigte an, die Ausrüstung so schnell wie möglich bereitzustellen. Nach dem Startschuss soll außerdem eine Informationsveranstaltung für weitere Interessenten folgen, die sich als HvO einbringen oder die Einrichtung fördern wollen. Die Ausbildung für neue Bewerber würde dann im letzten Quartal erfolgen. Interessenten dürfen sich schon jetzt an die Marktgemeinde wenden. Bürgermeister Günter Stich lobte das Engagement für die HvO. Stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender Fred Lehner blickte noch einen Schritt weiter: Womöglich könne sich daraus wieder ein BRK-Ortsverband entwickeln.
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