Bei Aufklärungsquote "spitze"

PI-Chef Hans Kiesl (von links) und Polizeihauptmeister Karlheinz Senft luden zum Sicherheitsgespräch ein und informierten die Bürgermeister Heinz Weigl (Oberviechtach), Sonja Meier (Winklarn), Rita Salomon (Stellvertreterin in Niedermurach), Norbert Eckl (Teunz), VG-Leiter Anton Brand und Hubert Zwack (Gleiritsch). Bild: Portner

Die Spurensicherung ist wichtig. Geschädigte sollten nichts anfassen und sofort die Polizei anrufen. Dies wünschte sich PI-Chef Hans Kiesl beim Sicherheitsgespräch. Während es 2014 weniger Körperverletzungen gab, waren die Beamten bei Einbrüchen gefordert.

"In dieser Runde werde ich nicht mehr dabei sein", eröffnete Erster Polizeihauptkommissar Hans Kiesl das Sicherheitsgespräch in der Inspektion und informierte die Bürgermeister aus Oberviechtach, Teunz, Niedermurach, Gleiritsch und Winklarn über seinen Ruhestand (unten). Anschließend erläuterte er die Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik für 2014 für das gesamte PI-Gebiet (mit Schönseer Land).

Übergriffe in der Familie

Die Aufklärungsquote mit 76,2 Prozent (2013: 72,8) liegt in Oberviechtach deutlich über dem Durchschnitt (Oberpfalz: 64,8, Bayern 64,1 Prozent). Kiesl nannte die Fallzahlen. Es gab kein Tötungsdelikt, dafür aber 6 gefährliche Körperverletzungen (2013: 9). "Diese spielten sich im familiären Bereich ab; 80 Prozent der Täter waren alkoholisiert." Ebenfalls im häuslichen Umfeld gab es 3 Vergewaltigungen (4). Der PI-Chef nannte 62 Vermögens- und Fälschungsdelikte, wobei es sich in 48 Fällen um Betrug (Internetbestellungen) handelte. Unter Straßenkriminalität liefen Diebstähle von Autos (6), Kraftwagen (2), Fahrrädern (4), Sachbeschädigungen (23) und Diebstahl aus Kfz (6). Es gab 26 schwere und 43 einfache Diebstähle sowie 14 Ladendiebstähle. Bei den 7 Wohnungseinbruch-Diebstählen erfolgten 2 in Gleiritsch, 3 in Gutenfürst und jeweils einer in Weberhäuser und Pullenried.

"Teilweise haben die Hausbesitzer geschlafen. Das ist für diese immer noch sehr belastend", meinte Hans Kiesl. Er sprach auch mehrere Scheuneneinbrüche im Schönseer Land an, wobei die Täter aus Tschechien kamen. Mittlerweile sei es durch verstärkte Streifenfahrten wieder ruhig. Er appellierte, verdächtige Beobachtungen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu melden: "Auch bei falschem Alarm blamiert man sich nicht!"

Unter sonstigen Delikten führte er einfache Körperverletzungen (33), Unterschlagungen (12), Urkundenfälschung (1), Sachbeschädigungen (39) und Verstöße gegen das Waffengesetz (5) an. Als Rauschgiftkriminalität wurden 24 Fälle (2013: 31) bekannt. "Es gibt sicher mehr, denn es ist eine Zufallsermittlung bei meist jungen Erwachsenen mit Cannabis und Crystal Speed", so Kiesl.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.