Bei Ausfall keine Durststrecke

Was wäre die sinnvollste Lösung für eine Wasser-Notversorgung? Dieser Frage stellte sich der Stadtrat bei einer nichtöffentlichen Sitzung. Das Gremium beschloss die Teilnahme am Pilotprojekt "Interkommunale Zusammenarbeit in der öffentlichen Wasserversorgung".

Aktuell ist die Stadt Auerbach für eine Wasser-Notversorgung mit dem Pumpwerk "Auf der Ruh" verbunden. Das Werk wurde bereits 1953 gebaut. Nun müsse es "mit erheblichem Aufwand" saniert werden. Deshalb befürwortete das Gremium den Neubau, der die Notversorgung mit Trinkwasser gewährleisten solle. Wirtschaftlich sinnvoller, sicherer im Betrieb und deutlich leistungsfähiger als eine Sanierung stelle sich ein Anschluss an die Wasserversorgung der Juragruppe dar, der über den Hochbehälter in Troschenreuth erfolgt, urteilte das Gremium.

Wasser künftig einspeisen

Zu diesem Zweck werde eine Leitung von Troschenreuth nach Mühldorf errichtet, wodurch Wasser in das Leitungsnetz der Stadt Auerbach eingespeist werden könne. Das habe den Vorteil, dass das Wasser auf dieser Trasse im freien Gelände laufen könne, so dass der Bau eines Pumpwerks nicht nötig sei.

Interessant werde dieses Vorhaben auch deshalb, da durch die Teilnahme am Pilotprojekt "Interkommunale Zusammenarbeit in der öffentlichen Wasserversorgung" - an dem sich die Juragruppe beteiligt - staatliche Förderung möglich sei.

Die Kosten für diese rund 2,8 Kilometer lange Notversorgung belaufen sich inklusive Nebenkosten auf rund 744 000 Euro. 50 Prozent würden vom Förderprogramm bezuschusst. Somit bliebe ein Eigenanteil der Stadt Auerbach in Höhe von 372 000 Euro.

Der Tagesbedarf an Trinkwasser belaufe sich in Auerbach auf durchschnittlich 1400 Kubikmeter. An heißen Tagen, die es sie in diesem Sommer viele gab, stieg der Bedarf auf bis zu 1900 Kubikmeter. Um das Wasser zu speichern, stehen zwei Hochbehälter in Auerbach mit einem Volumen von 2000 Kubikmetern und in Gunzendorf mit einem Volumen von 1000 Kubikmetern zur Verfügung.

Versorgung gewährleistet

Das komplette Wasser, das der Stadt als Trinkwasser zur Verfügung steht, wird von N-Ergie aus dem Wasserwerk in Ranna bezogen. Das Pumpwerk Ranna und die beiden Hochbehälter sind mit einer Fernleitung verbunden.

Durch diese Notversorgung wird die Wasserversorgung der Stadt Auerbach deutlich sicherer und kann auch im Falle eines Ausfalls oder einer Unterbrechung der normalen Versorgung jederzeit aufrecht erhalten werden.
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