Bei der Einweihung des neuen Pfarrheims ist der katholischen Pfarrgemeinde Luhe enorme Freude ...
Ankerplatz des Glaubens

"Heute ist ein Tag der Freude für unsere Seelsorgeeinheit", sagte Pfarrer Arnold Pirner im Gottesdienst zur Einweihung des neuen Pfarrheims. Vorausgegangen war ein Kirchenzug mit der Blaskapelle Oberwildenau. Als "Ort der Begegnung, an dem sich alle wohlfühlen können", wünscht sich Pirner das Pfarrheim.

"Komm bau ein Haus, das uns beschützt", sangen dann auch treffend die "Martinsspatzen" unter der Leitung von Rita Gleißner, die zusammen mit dem Kirchenchor unter der Leitung von Ulrike Schwab den Gottesdienst gestalteten. Mitzelebranten waren Domkapitular Dr. Josef Ammer und der aus Luhe stammende Stadtpfarrer von Mainburg, Josef Paulus.

"In unserer globalisierten Welt wird das Christentum sehr oft in Frage gestellt", bemerkte Ammer. Es stelle sich auch oft die Frage, ob nicht jede Religion ihr Gutes habe. "Als Christen sitzen wir alle in einem Boot wie Jesus am See Genezareth." Ammer wünschte, dass das neue Pfarrheim ein Ort der Glaubensbestätigung und des Austausches werde. Die Fürbitten sprachen Vertreter aller Generationen, auch eine Asylbewerberin war dabei.

Martin immer dabei

Sie alle hielten bunte Bänder fest, die von der Decke hingen und baten um eine Gemeinschaft im neuen Heim. Zur Gabenbereitung trugen die kirchlichen Gremien Holz, Dachziegel, Pflasterstein, Glas, einen kleinen Baum und die Figur des heiligen Martin zum Altar. Diese Figur, die bereits das alte Pfarrheim zierte, wurde beim Festzug zum Pfarrheim vorangetragen. Dort segnete Domkapitular Ammer das Gebäude, das dem heiligen Martin geweiht ist. In einer Prozession mit den Geistlichen wurden die Räume gesegnet und dort Kreuze angebracht, während am Vorplatz die in großer Zahl anwesende Gemeinde und Ehrengäste "Großer Gott" sang.

Die Kleinen des Kinderhauses führten ein Singspiel auf, in dem zur Belustigung aller ein "richtiger Bischof" einweihte. Kirchenpfleger Bernhard Irlbacher erklärte den Werdegang der Baumaßnahme. Architekt Josef Schönberger übergab symbolisch den Schlüssel an Pfarrer Pirner und bezeichnete das Haus als "Schmuckstück für den Ort". Zum Schmunzeln war das Lied der Martinsspatzen "Heit is Einweihung" mit dem Text "Wir Martinsspatzen san so froh, denn in der Kirch da friert uns so."

Landrat Andreas Meier gratulierte zu diesem "Treffpunkt für Menschen". Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer bezeichnete das Haus als neuen Mittelpunkt. Grußworte sprachen Josef Häusler und Gerhard Hero für die Kirchenverwaltungen Oberwildenau und Neudorf sowie Annemarie Baumann für den Frauenbund Oberwildenau. Sie überreichten Spenden für die Wandkreuze. Pfarrgemeinderatssprecherin Ulrike Duschner dankte der Feuerwehr für die Benutzung ihrer Räume in den letzten fünf Jahren. Spenden für die Einrichtung gab es auch vom Frauenbund, dem Trio "Z'sammg'stimmt" und dem Gesangverein "Lyra". Den Schlusspunkt der großartigen Feier setzte der Kirchenchor mit dem abgewandelten Lied "Als wir jüngst in Luhe waren".
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