Bei der Erntedankfeier das Dengeln gezeigt
Eine "alte Kunst"

Franz Gleixner weiß noch, wie das Dengeln geht. Bild: hbr
Das Mähen mit der Sense zählt zu den ältesten Kulturtechniken des sesshaften Menschen und hat eine sehr lange Tradition. Durch die Mechanisierung der Landwirtschaft ist vielerorts der Einsatz der Sense nicht mehr notwendig. In gebirgigen, steilen Flächen, ist es oft nicht anders möglich, als mit Sense oder Sichel zu agieren.

Der Umgang mit diesen beiden Geräten ist schon schwer genug, aber wenn die dünne Schneide durch die Mäharbeit und das regelmäßig erforderliche Wetzen im Laufe der Zeit wieder abgetragen wird, dann gibt es ein Problem. Jetzt muss der Sensendengler her, der durch gezielte Schläge das Sensen- oder Sichelblatt in einem schmalen Streifen entlang der Schneidkante verdünnt und somit schärft.

Dieses alte Handwerk beherrschen nicht mehr viele. Oft muss man es bei Leuten jenseits der 80 suchen, die den Dengelhammer noch richtig schwingen können. Der Museumsverein Mappach hat mit Franz Gleixner noch so einen Fachmann in ihren Reihen. Der Senior zeigte bei der Erntedankfeier den vielen Gästen die alte Kunst. Die Gäste machten regen Gebrauch von Gleixners Können und ließen sich ihre Sensen und Sicheln wieder auf Vordermann bringen.
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