Bei der Kunst noch nachziehen

Sie können sehr zufrieden sein mit der Kooperation der Vereine aus Kemnath und Nepomuk: Bürgermeister Werner Nickl und sein Amtskollege Jirí Svec (vorne von rechts). In der Besprechung des deutsch-tschechischen Jahresprogramms auf Vereinsebene, das mittlerweile schon fast ein Selbstläufer ist, gab es nur Positives zu berichten. Bild: mng

Dass trotz Sprachbarrieren eine Zusammenarbeit sehr gut funktionieren kann, zeigen die Vereine aus Kemnath und Nepomuk. Seit sieben Jahren gibt es offiziell eine Partnerschaft zwischen den beiden Städten.

Kemnath. (mng) Seitdem findet im jährlichen Wechsel eine Besprechung des deutsch-tschechischen Jahresprogramms auf Vereinsebene, diesmal in der Gaststätte "Beim Schinner", statt. Mit "Vitáme Vás" ("Herzlich willkommen) empfingen Bürgermeister Werner Nickl und sein Stellvertreter Hermann Schraml die Delegation aus dem Nachbarland. Den neu gewählten Bürgermeister Jirí Svec, der bereits vor rund drei Jahren schon einmal in Kemnath war, begleitete unter anderem Pavel Jiran, der als eigentlicher Initiator und "Motor der Partnerschaft" gilt.

Auf mehreren Ebenen

Werner Nickl hob die Bedeutung der jährlichen Treffen hervor, um die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen sowie gemeinsame Aktionen zu planen und umzusetzen. Die Zusammenarbeit sei schon weit fortgeschritten, und es werde nicht nur auf dem Vereinssektor, sondern auch auf kommunaler, schulischer sowie vorschulischer Ebene kooperiert.

Sowohl aus Nepomuk als auch aus Kemnath waren Vertreter der Stadt, der Feuerwehr, des Gartenvereins, aus dem Bereich Sport, Kunst und Fotografie anwesend. Viele Vereine arbeiten teils schon seit Begründung der Partnerschaft auf unterschiedlichste Weise zusammen. In der anschließenden Aussprache berichteten die jeweiligen Vereinsvertreter über deren Aktivitäten und Ideen für die weitere Zusammenarbeit im laufenden Jahr. Petr Cekan als Vertreter des Schachclubs Nepomuk bedauerte zwar, dass es in Kemnath keinen solchen Verein gebe. Dennoch könne er sich auch eine Zusammenarbeit vorstellen. Pavel Jiran berichtete über die Aktivitäten des vor vier Jahren gegründeten Pétanque-Clubs Nepomuk. Er würde gerne einen Kontakt zu einer ähnlichen Einrichtung in Kemnath herstellen. Ferner wünsche er sich, dass auch der Austausch im Bereich Kunst, hier insbesondere die Arbeit der Malergruppe, intensiviert werde.

Nach dem Mittagessen schloss sich ein Spaziergang auf dem Karpfenweg und durch die Altstadt an. Bürgermeister Jirí Svec war sehr beeindruckt von den vielen schönen Seiten Kemnaths. Nach der Rückkehr von der Exkursion gingen die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen nochmals auf die Möglichkeiten der Kooperationen im laufenden Jahr ein.

Svec zeigte sich begeistert, dass die Kooperation fortgesetzt werde. Nickl sei überzeugt, dass die Vereine und Organisationen ihre gemeinsamen Interessen umsetzen werden. "Na shledanou" ("Auf Wiedersehen") hieß es dann, als die Delegation aus Nepomuk die Heimreise antrat.
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