Bei einem Waldbrand am 11. August wurden drei Holzbuden der Sorghofer Waldweihnacht ein Raub ...
Brand soll nicht das Ende sein

Ein trauriges Bild gaben die drei zerstörten Buden am Tag nach dem Waldbrand im August ab (links). Inzwischen wurden an gleicher Stelle neue Holzbuden errichtet. Das Bild rechts zeigt einen Teil der freiwilligen Helfer, die dabei fleißig mit Hand anlegten. Bilder: er

Bei einem Waldbrand am 11. August wurden drei Holzbuden der Sorghofer Waldweihnacht ein Raub der Flammen. Das ließ ein jähes Ende für die Traditionsveranstaltung befürchten. Wer das glaubte, hat aber nicht mit der Entschlossenheit der Sorghofer gerechnet.

Denn inzwischen haben einige Beherzte die Ärmel hochgekrempelt und eine neue Hüttenlandschaft gezimmert, die sich sehen lassen kann. Wenngleich noch einige Arbeiten zu erledigen sind, steht damit fest: Die 25. Sorghofer Waldweihnacht kann wie geplant am 19. Dezember stattfinden.

Der Hauptinitiator der Waldweihnacht, Chorleiter Gerhard Kraus, hatte gleich nach dem Brand die beteiligten Sorghofer Vereine zu einer Krisensitzung zusammengerufen. Alle waren sich einig, dass dies nicht das Ende der Waldweihnacht bedeuten dürfe. Immerhin konnte man in den bisherigen 24 Veranstaltungen 46.000 Euro für gemeinnützige Zwecke erwirtschaften.

Da auch Waldbesitzer Norbert Riha dieses Ansinnen unterstützte und bürokratische Hürden umschifft wurden, ging es sofort an den Wiederaufbau. Inzwischen haben laut Manuel Plößner, dem Koordinator der Arbeitseinsätze, 30 Helfer 350 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Nach der Beseitigung der Brandreste entstanden an selber Stelle dank handwerklicher Unterstützung drei neue Holzbuden. Sie wurden von Grund auf in solider und nachhaltiger Bauweise errichtet.

Doch damit nicht genug. Auch die nicht vom Brand betroffenen, aber teils schon maroden Unterstände wurden einer Generalsanierung unterzogen. So wurden Holzböden erneuert, tragende Teile ausgewechselt und Dächer abgedichtet. Das Gröbste ist bereits bewerkstelligt. "Aber es gibt noch viel zu tun, wir benötigen auch in den verbleibenden sieben Wochen Helfer, egal ob jung, ob alt", appelliert Chorleiter Gerhard Kraus an die Bevölkerung. Jeden Samstag wird ab 8.30 Uhr gearbeitet.

Kraus bedankt sich bereits jetzt bei allen Helfern und Spendern, die diese einmalige Rettungsaktion ermöglicht haben. So haben einige Privatleute Geld und Holz gespendet. Der Kirwaverein Sorghof stellte den Kirwabaum zur Verfügung, der in der Säge der Firma Dieter Kohl (Edelsfeld) kostenlos geschnitten wurde.

Dennoch benötigen die Veranstalter weitere Geld- und Sachspenden, um die Kosten der Wiederinstandsetzung vollends abzudecken. "Schließlich möchten wir auch in diesem Jahr wieder eine stattliche Summe für Hilfsbedürftige erwirtschaften", lautet die Zielsetzung von Kraus und seinen Mitstreitern. Wer dieses Vorhaben unterstützen möchte, soll sich mit ihm in Verbindung setzen.
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