Bei Hitze Feuer im Wald: "Unverantwortlich"

Hilfe, der Wald brennt. Rauchschwaden zogen über das Tremmersdorfer Land. Aus den Waldungen im Gebiet des Mantelweihers qualmte es besorgniserregend. Ein Waldbrand? Mitnichten. Ein Waldbauer verbrannte nach einer Rodung Restholz und Streu - zum Ärgernis der Tremmersdorfer.

Zweiter Bürgermeister Roland Hörl zeigte sich in der Sitzung des Gemeinderats ungehalten über so viel Leichtsinn. "Mitten in der Sommerhitze, wenn einer kleiner Funke zur Katastrophe führen kann und sich die Luftaufklärung Mühe gibt, jeden kleinsten Brandherd zu lokalisieren, schürt jemand mitten in der Gefahrenzone ein Feuer. Das ist unverantwortlich", erregte er sich.

Weder Gemeinde noch Feuerwehr seien informiert gewesen, fügte Hörl als aktives Mitglied der Brandschützer hinzu. Die Wehr habe schon ausrücken wollen, als ein Anruf bei der Polizei noch für Aufklärung gesorgt habe.

Beamten der Polizeiinspektion Eschenbach hätten die Aktion auch noch verteidigt, wunderte sich der Tremmersdorfer. Es könne nichts passieren, weil dem Waldbauern das Mitführen eines Feuerlöschers zur Auflage gemacht worden sei, zitierte er die Polizei. "Eine leichtsinnige Bewertung", kommentierte Hörl.

Auch Bürgermeister Albert Nickl sprach von einem "Riesenfeuer mit einem großen Gefahrenpotenzial". Bei dieser Rekordhitze Rodungsrückstände zu verbrennen, sei auch für ihn unverständlich. Er bestätigte, dass die Gemeinde von der Aktion nicht verständigt worden sei. Nur Polizei und Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz hätten davon gewusst, hieß es in der Gemeinderatssitzung. (do)
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