Bei Notfällen aller Art - 21 392 Einsätze im Vorjahr
Jetzt "112" wählen

Schwandorf. (rid) Die Rufnummer 19 222 für den Rettungsdienst hat ausgedient. "Sie sollte möglichst schnell aus den Telefonregistern verschwinden", empfiehlt BRK-Direktor Alfred Braun. Seit die Integrierte Leitstelle in Amberg in Betrieb sei, gelte auch für den Landkreis die europaweit einheitliche Notrufnummer. Und auch den Rettungsassistenten gibt es nicht mehr. Beim Bayerischen Roten Kreuz entsteht ein neues Berufsbild.

112 heißt jetzt die neue, kostenfreie Rufnummer zur Alarmierung von Polizei, Feuerwehr und Notarzt. Sie gilt für alle EU-Länder. Die Polizei erreicht man auch noch über die 110, aber nur Deutschland. Die Nummer 19 222 sei zwar in Bayern noch "hinterlegt", wie BRK-Direktor Alfred Braun erklärt, doch nur noch mit Vorwahl. Deshalb in Zukunft bei Notfällen aller Art: Die 112 wählen.

Der frühere Rettungssanitäter heißt jetzt Notfallsanitäter. "Im Oktober werden wir die ersten vier Lehrlinge einstellen", kündigt Alfred Braun an. Bis zu jeweils acht sollen es in den darauf folgenden Jahren werden. "Damit wir ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung haben", so der BRK-Direktor. Er deckt den Rettungsdienst im Landkreis derzeit mit 63 haupt- und 17 ehrenamtlichen Mitarbeitern ab. 4,2 Millionen Euro benötigte der Kreisverband im vergangenen Jahr , um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Das Geld kam von den Sozialversicherungsträgern. Sie haben auch die "sechs regulären Rettungswägen" finanziert, wie Braun betont.

Der BRK-Kreisverband steuert von sich aus noch einmal die gleiche Anzahl von Fahrzeugen bei, finanziert aus Eigenmitteln und Spenden und besetzt mit ehrenamtlichen Mitarbeitern. Diese als Unterstützungsgruppen "Rettungsdienst" bezeichneten Einheiten fuhren im vergangenen Jahr 584 Einsätze. Der gesamte Rettungsdienst brachte es 2014 auf 21 392 Einsätze. Die Fahrer legten dabei über eine Million Kilometer zurück.
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