Beide Seiten haben unterschiedliche Vorstellungen über Pflanzenschutzmittel im ...
Bürgermeister kontra Bauern

Lebhaft diskutierten die Markträte das Gutachten für das Wasserschutzgebiet um den Tiefbrunnen und die Schutzgebietsverordnung. Das Gutachten regelt, welche Fläche bestellt und gedüngt wird.

Bürgermeister Rudolf Götz versuchte, es auch den Landwirten recht zu machen, sprach sich aber für weniger Pflanzenschutzmittel in der Zone zwei aus. Dabei traf er auf den Widerstand der Bauern im Gemeinderat. "Mit welcher Begründung? Es wurde keine Belastung festgestellt", verwies Christian Lehner (CSU) auf die Wasserqualität. Ähnlich äußerten sich Gerhard List und Gerd Hiltl von der UPW.

Sie erhielten die Auskunft, dass es Jahrzehnte dauern würde, bis sich Auswirkungen zeigen. Auf die in allen Bereichen steigenden, schärfer werden Reglementierung im Umweltschutz wies Norbert Merkel hin. Adrian Blödt (CSU) fasste zusammen: "Hier gilt es, zwischen dem wichtigen Gut Wasser und privaten Interessen abzuwägen." Obwohl Götz und UPW-Sprecher Reinhard Ponitz mit dem Hinweis "da sind alle Informationen enthalten" das Gutachten als Basis für eine Entscheidung sahen, will eine breite Mehrheit mehr wissen und erst das Fachbüro Auernheimer anhören.

Offen bleibt bis dahin auch, ob der halbe Sportplatz weiterhin im Wasserschutzgebiet bleibt. Theoretisch wäre es wohl möglich, die Grenze außerhalb des Spielfeldes zu verlegen, in der Sitzung stieß dies aber auf Widerstand.

Breitband-Allianz

Verschoben auf den geheimen Sitzungsteil wurde der ursprünglich öffentlich ausgewiesene Tagesordnungspunkt "Verfüllung eines Hohlgrabens auf Flurstück 575 in Artesgrün". "Grundstücksangelegenheiten gehören in den nichtöffentlichen Teil", hatte Walter Fischer (UPW) seinen Antrag formuliert, der mit 7:6-Stimmen (UPW/SPD sowie Uschi Fischer, CSU) durchging.

Kopfzerbrechen bereitet die Breitbandversorgung des Marktes. Da bislang noch keine adäquaten Angebote abgegeben wurden, beschloss der Gemeinderat eine Zusammenarbeit mit Weiherhammer. Im Vorfeld hatte sich der Markt Mantel bereits beteiligt. Die staatliche Förderhöhe bezifferte Götz mit 80 Prozent bei maximalen Kosten von 910 000 Euro. Kompliziert und teuer wird es wegen der großflächigen Ausdehnung der Marktgemeinde mit ihren Ortsteilen. Unabhängig von der Verlegung von Glasfaserkabeln seien zahlreiche Verzweigungen notwendig. Ein einzelner Verteiler läge bei rund 25 000 Euro, erklärte Götz. "Das Gutachten kommt und gibt einen Überblick, wenn alles klappt, halte ich ein Umsetzung 2016 für machbar".

Was die Archivpflege angeht, genießt Kohlberg dank des Engagements von Bürgermeister a. D. Karl Prösl Vorbildfunktion im Landkreis. Götz gab Komplimente aus dem Kreistag an seinen Amtsvorgänger weiter und verlas ein Schreiben von Kreisarchivpfleger Hans Schreyegg, der Kohlberg "beispielgebend" nennt.

Als "unerfreulich" bezeichnete der Bürgermeister die angekündigte Erhöhung der Kosten für die Straßenbeleuchtung und die vom Landratsamt ausgesprochene, einen Kilometer Radius umfassende Sperrzone wegen des Auftreten der "Amerikanischen Faulbrut" bei Bienenvölkern in Röthenbach. Konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung leitete das Amt bereits ein, die Anordnung ist im Aushang am Rathaus nachzulesen.

Verkehrsspiegel gewünscht

Ponitz forderte, die Container-Flächen aufzuschottern. Auf überfällige Maßnahmen am Eschenbestand am "Hunsruck" wies Walter Fischer hin. "Gespräche mit der Försterin wurden bereits geführt, wir werden nachhaken", versicherte Götz. . Mehmet Begen (SPD) äußerte den Wunsch, das marode Gelände gegenüber der Bushaltestelle in Röthenbach mit Rücksicht auf die Kinder abzusichern. Für die Anbringung eines Verkehrsspiegels an der Kurve beim Anwesen Roith plädierte Marktrat Blödt. Dies wird Thema in der nächsten Sitzung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kohlberg (1535)Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.