Beim Bier für nächste Meisterschaftsfeier
Stadtnotizen

An einem Marterl im Steinwald machte die Pilgergruppe Halt zu einem Gebet. Bild: hl
Kemnath. Auf Einladung der Klosterbrauerei besichtigte eine Abordnung des Bayern-Fanclubs "Bavaria Kemnath" die Brauerei im ehemaligen Klosterhof. Braumeister Johannes Ponnath erzählte seinen Gästen zunächst etwas über die Gründung der Klosterbrauerei durch die Franziskanermönche und über die Firmengeschichte. Beim anschließenden Rundgang erfuhren die Teilnehmer alles über die Bierherstellung. Von den Zutaten nach dem Reinheitsgebot über den Brauvorgang bis zur Abfüllung und Lagerung erklärte Ponnath in lockerer und anschaulicher Weise seine Arbeit.

Fanclubvorsitzender Rainer Kische dankte Ponnath für die Einladung und überreichte ihm als Dank einen Vereinswimpel. Zum Schluss durfte natürlich eine Kostprobe des Gerstensafts nicht fehlen. Bei einer Brotzeit ließen die FCB-Anhänger den informativen Abend ausklingen.

Pilger ziehen zum 152. Mal nach Fuchsmühl

Waldeck. (hl) Nicht so viele Wallfahrer waren heuer bei der 152. Fußwallfahrt der Pfarrei nach Fuchsmühl dabei. Wahrscheinlich hielt das Wetter manchen davon ab, die doch recht beschwerliche Strecke über den Steinwald anzutreten. Nach dem Pilgersegen in der Pfarrkirche brach die Gruppe auf. Die Notfallversorgung übernahm das BRK, das die Wallfahrer mit einem Rettungsfahrzeug begleitete. Nach der ersten Pause am Gasthof Räuberfelsen ging es über Friedenfels, wo das Mittagessen eingenommen wurde, der Wallfahrtskirche Fuchsmühl entgegen. Nach einer Kaffeepause im Jugendheim beteiligten sich die Pilger am Wallfahrergottesdienst besucht und am Kreuzweg.

Alle in einem Boot

Kemnath. (jzk) Bezug auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik nahmen die Pfarrer Dirk Grafe und Konrad Amschl sowie der neue Gemeindereferent Jochen Gößl im Schulanfangsgottesdienst der Mittelschule. Der ökumenische Wortgottesdienst in der Stadtpfarrkirche stand unter dem Thema "Wir sitzen alle in einem Boot".

"Wir wollen überlegen, was notwendig ist, gelingt", forderte Amschl die Schüler auf zu überlegen, was notwendig sei, "damit unsere lange Bootsfahrt" durch das Schuljahr 2015/16 gelinge. "So wie die Matrosen auf offener See können auch wir vor Leuten oder Problemen nicht einfach davonlaufen", erklärte Grafe. Verzeihen können und neu anfangen seien wichtige Voraussetzungen.

"Millionen Menschen sind auf der Flucht", erklärte Gößl. Zum Teil mit Schlauchbooten versuchten in diesem Jahr bis zu einer Million Flüchtlinge, das sichere Europa zu erreichen." 1500 seien dabei allein in den ersten drei Monaten im Mittelmeer gestorben. Zwar engagierten sich viele Gemeinden, Vereine und ehrenamtliche Helfer bei der Integration von Flüchtlingen, doch "leider werden aber auch Flüchtlingsheime in Brand gesteckt".

"Eine Schande für die Menschheit" nannte Papst Franziskus es, als die Polizei vor Lampedusa Fischer daran hinderte, den ertrinkenden Flüchtlingen zu Hilfe zu eilen. Menschen in Not zu helfen sei nicht nur ein zentrales christliches Gebot, sondern auch ein Zeichen von Menschlichkeit. Als Starthilfe in das neue Schuljahr gab Grafe den Schülern das Gebet "Von guten Mächten treu und still umgeben" des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer mit auf den Weg.

In der "Geschichte von der kleinen Schraube" steckte die Erkenntnis, dass selbst die kleinste Schiffsschraube für das Funktionieren eines großen Schiffes unentbehrlich ist. Grafe las das Evangelium vom Boot im Sturm vor. "Die Erfahrung, bedroht und ausgeliefert zu sein, kennen auch wir", predigte Amschl. "Das Bild des schlafenden Jesus ist ein Bild des Glaubens und des Vertrauens." Dazu passte das Papstlied "Wer glaubt, ist nicht allein", das Josef Zaglmann auf der Orgel begleitete.

"Lass uns Platz machen für die Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, denn alle Menschen sind einander Brüder und Schwestern", lautete eine der Fürbitten, die vier Schüler vortrugen.
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