Beim Erntedankstammtisch der Gartler dreht sich alles um das Thema Apfel
Symbol der Liebe und gesund

Gartenfachberater Artur Wiesmet hatte einige lustige Apfel-Sprichwörter parat. Bild: wku
Der Apfel war das Thema des Erntedankstammtisches des Königsteiner Gartenbauvereins im Landgasthof "Zur Post", das sich durch den ganzen Abend zog. Die Tische dekorierten mit Blumen geschmückte Äpfel. Fünf fleißige Damen hatten einen Erntedankaltar aufgestellt, der mit vielen liebevollen Details verziert war.

Wirt Marko Spieß hatte sich beim Ernte-Dank-Büffet ganz vom Thema "Apfel" leiten lassen und bot die erlesensten Genüsse: Er servierte eine Apfel-Kürbis-Suppe, Schweinefilet mit Calvados-Apfel-Sauce, Hirschgulasch mit Apfel-Blaukraut sowie Apfel-Lauch-Salat. Waren die Gäste schon begeistert von diesem Menu, so gerieten sie beim Nachtisch ins Schwärmen: Es gab Bratapfelkuchen, Apfel-Tiramisu und Apfelstrudel mit Vanillesauce. Vorsitzende Brigitte Lindner begrüßte die Mitglieder mit einem Gedicht und appellierte an alle, dankbar zu sein für die reiche Ernte. Gartenfachberater Artur Wiesmet berichtete humorvoll Wissenswertes über den Apfel: Leider war der germanische Urapfel - genannt Holzapfel - sauer, hart und ungenießbar. Bis zu den heutigen Tafeläpfeln war es ein langer Weg. Die Heimat des Apfels sei Kasachstan. Er kam über Griechenland nach Italien. Die Römer brachten ihn an den Rhein.

Der Apfel gilt als Symbol für Liebe, Fruchtbarkeit und Leben. Momentan gibt es in Deutschland circa 40 000 Apfelsorten. Wiesmet bedauerte, dass die Äpfel immer mehr als Wegwerfdekoration verkommen. Dabei wären die Äpfel sehr gesund und würden die Zähne reinigen. "Ein Apfel am Tag - mit dem Doktor keine Plag", heißt ein altes Sprichwort. "Das deutsche Pflanzenschutzgesetz ist das strengste auf der ganzen Welt", erklärte Wiesmet. Allerdings kämen viele Äpfel aus dem Ausland, wo andere Bestimmungen gelten.

"Ein Apfel am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen", heißt ein weiteres Sprichwort. "Der glänzendste Apfel beinhaltet den größten Wurm". Diese Wendung sei im übertragenen Sinn gemeint, so Wiesmet. Sie bedeute, dass zum Beispiel bei manchen Familien die äußere Fassade glänzend erscheine, während drinnen Streit und Unfrieden herrschten. Vorsitzende Brigitte Lindner dankte ihm mit einem Geschenkkorb.
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