Beim TSV Großbardorf gab es im Vorjahr eine 1:5-Schlappe
SpVgg SV pocht auf Wiedergutmachung

1:0 und 1:5 lauteten die Vorjahresresultate der SpVgg SV Weiden gegen den TSV Großbardorf. Vor allem die deftige Auswärtsniederlage wurmt die Spieler um Martin Schuster (links) heute noch. Nun bietet sich im Bayernliga-Spitzenspiel die Chance zur Revanche. Bild: Schwarzmeier
Weiden. An den 27. Juli 2013 erinnern sich die Spieler des Bayernligisten SpVgg SV Weiden nur ungern zurück: Sie kassierten an diesem Tag beim TSV Großbardorf mit 1:5 eine derbe Schlappe, die höchste der vergangenen Saison. "Da war jeder Schuss ein Treffer", blickt SpVgg-SV-Trainer Christian Stadler zurück. Zwar nahmen die Weidener dann beim 1:0 zu Hause Revanche für diese Pleite, aber die endgültige Wiedergutmachung soll nun am Samstag, 18. Oktober, um 16 Uhr bei den "Galliern" folgen.

Drei Partien weniger

Es ist das letzte Spiel der Vorrunde, das für die Nordoberpfälzer auf dem Programm steht. Momentan führen sie mit 33 Zählern vor der punktgleichen SpVgg Jahn Forchheim die Tabelle an. Gastgeber Großbardorf rangiert mit 30 Punkten auf dem vierten Rang, hat aber drei Partien weniger bestritten - es ist also die Begegnung des insgeheimen Spitzenreiters gegen den aktuellen.

"Bislang sind wir mit dem Erreichten sehr zufrieden", blickt Stadler auf den Saisonverlauf zurück. Und er fügt an: "Aber satt sind wir noch lange nicht. Warum auch? Wir haben ja nicht wirklich etwas erreicht." Heißt konkret, dass die SpVgg SV weiterhin großen Appetit in der Liga und im Pokal hat. Den will sie sich am Samstag auch beim TSV Großbardorf nicht vermiesen lassen. Warum auch? Immerhin sind die Weidener seit sechs Spieltagen (je drei Siege und Unentschieden) ungeschlagen und bestanden die schweren Auswärtsprüfungen in Forchheim und Aschaffenburg erfolgreich. "Wir werden sicherlich nicht dorthin fahren, um Großbardorf brav zur errungenen Tabellenführung zu gratulieren. Bei drei Spielen Rückstand könnte sich der Gegner dann ein richtig gutes Polster verschaffen", sagt Stadler.

Zurückhaltender TSV

Zurückhaltend gibt sich der Großbardorfer Trainer Dominik Schönhöfer. Von der Chance, den Tabellenführer zu stürzen, will er nichts wissen. "Daran denken wir nicht. Wir wollen in erster Linie wieder eine gute Leistung abliefern und werden dann sehen, was herauskommt", so Schönhöfer. Er muss auf Thomas Breunig (Handgelenkbruch), Johannes Katzenberger (beruflich verhindert) und Felix Kaufmann (Aufbautraining) verzichten. Allerdings sollte der Gastgeber diese Handicaps verkraften können.

"Großbardorf hat viel Qualität. Die Mannschaft tritt kompakt auf und besitzt ein sehr schnelles Umschaltspiel", beschreibt Stadler die Stärken des Kontrahenten, den er in der Favoritenrolle sieht: "Der TSV Großbardorf hat aufgrund des engen Platzes, den er gewohnt ist, sicher einen Heimvorteil. Aber auch hier werden wir versuchen, die richtigen Mittel zu finden." Bis auf den langzeitverletzten Andreas Koppmann kann der Weidener Übungsleiter seine Bestbesetzung aufbieten. Beste Voraussetzung also, um das 1:5 vor über einem Jahr endgültig wettzumachen.
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