Beim Verkehr läufts verkehrt

Die mehr oder weniger unveränderte SPD-Führung (von links) Jürgen Heier, Claudia Fischer, Vorsitzender Hermann Eisenhut, Michaela Wirner, dritter Bürgermeister Rudi Heier, Annke Gräbner. Bild: hia
Der Verkehrsverbund Nürnberg, der Bahnanschluss und das Bahnhofgebäude diskutierten die SPD-Mitglieder bei ihrer Jahreshauptversammlung teils hitzig. Siegfried Schäller kritisierte, dass viele Vorteile des Nahverkehrsverbundes in der Gemeinde ungenutzt bleiben. Schäller kritisierte auch die schlechte Vermarktung des Wasserspielplatzes auf der Tauritzmühle und des Immenreuther Freibads: "Der Elan, der Speichersdorf vorangebracht hat, scheint ermattet."

"Absolut negatives Aushängeschild" nannte Claudia Fischer das Bahnhofsgelände. "Jeder Reisende kann nur den miserabelsten Eindruck mitnehmen." Sie forderte schnell ein Konzept zu Sanierung und Nutzung. Den Freistaat Bayern kritisierte sie, weil auch nichts getan werde, dass die Gleise barrierefrei zu erreichen sind. "Alles Geld fließt in den Personennahverkehr."

Der Bahnhof sei in den Ausbaustufe bis 2018 nicht berücksichtigt, sagte Rudi Heier. 2015 werde man sich für die Periode bis 2023 neu bewerben müssen. Politischer Druck sei hier nötig. "Grotesk" nannte Heier die Begründungen. Die Bahn habe angeführt, dass der Bahnhof im Vergleich relativ behindertenfreundlich sei und ihn relativ wenige Reisende nutzen. Mit den verfügbaren Mitteln könnten nur 20 große Bahnhöfe ausgebaut werden. Heier sagte, er könne die Begründung nicht nachvollziehen. "Wie mögen die anderen Bahnhöfe aussehen, wenn die alle noch schlechter beieinander seien als Kirchenlaibach", argumentierte er.

Kirchenlaibach sei zudem ein Knotenpunkt wie kaum ein anderer in Nordbayern. Der Bahnhof werde als Pendlerbahnhof bestens angenommen. Zudem musste die Feuerwehr jüngst erst wieder ausrücken, um die überflutete Unterführung auszupumpen. Die Gemeinde halte Ausschau nach einem privaten Investor, mit dem die Gaststätte, Büros und Wohnungen finanziert werden könnten. Max Haas wertete den Bahnhof als das Zugpferd der Gemeinde schlechthin. Er forderte eine Million Euro in den Haushalt einzustellen, um das Ganze zu sanieren. (hia)
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