Beim Wasser herrscht Einigkeit

Mit diesen Zahlen kann man arbeiten: Dieses Urteil zum Wirtschaftsplan für den Zweckverband zur Wasserversorgung der Wolfsbach-Theuerner Gruppe war parteiübergreifend. Die Mitglieder segneten das Zahlenwerk einstimmig ab.

Dazu traf sich der Zweckverband in Theuern, wo Geschäftsführerin Gabi Fischer die Abrechnung mit allen Anlagen vorstellte. Der Wirtschaftsplan 2015 schließt im Erfolgsplan in den Erträgen mit 111 202 Euro und in den Aufwendungen mit 102 420 Euro ab: Damit ergibt sich ein Gewinn von insgesamt 8762 Euro. Die Einnahmen und Ausgaben im Vermögensplan bezifferte die Geschäftsführerin mit jeweils 67 782 Euro.

Einstimmig abgesegnet

Die Räte segneten die präsentierten Zahlen einstimmig ab. Das gilt auch für den Finanzplan mit dem Investitionsprogramm für 2014 bis 2018. Für heuer sind Ausgaben von 27 200 Euro vorgesehen.

Vorsitzender Bürgermeister Roland Strehl lässt dieses "überschaubare Werk (...) mit einiger Zuversicht in die Zukunft schauen". Der Verband sei "nach wie vor, natürlich auch wegen der Erhöhung des Wasserpreises, in einem zufriedenstellenden Zustand".

Erweiterung in Theuern

Im Wirtschaftsplan 2015 ist eine Erweiterung des Gewerbegebietes in Theuern vorgesehen: Rund 12 000 Quadratmeter sollen hier nach Gabi Fischers Worten in diesem Jahr neu erschlossen werden.

Im Gewerbegebiet in Theuern wäre nach Ansicht von Verbandsrat Herbert Breitkopf ein Neuzugang, an den der Zweckverband rund 20 000 Kubikmeter Wasser verkaufen könnte, als Ersatz für die Firma Uschold höchst willkommen.

Bei der Ausweisung von Baugebieten sei man in Theuern an einer Grenze angelangt. Auch Breitkopf, mittlerweile seit 31 Jahren im Gremium, sprach von einem "hervorragend ausgearbeiteten Zahlenwerk" mit dem man "getrost ins Jahr 2015 blicken kann".

Wie Fischer mitteilte, sind die Umsatzerlöse aus dem Wasserverkauf hauptsächlich vom Verbrauchsverhalten der Kunden und von der Witterung abhängig. 2014 seien 68 353 Kubikmeter verrechnet worden. Dem gegenüber stehe ein Wasserankauf von "Wasser Energie Kümmersbruck" (WEK) Kümmersbruck von 76 607 Kubikmetern. Zum 1. Januar dieses Jahres seien die Wasserverbrauchs- und die Grundgebühren für die Zähler erhöht worden. Dies sei nach hohen Defiziten der vergangenen Jahre notwendig geworden, betonte Fischer.

Investitionen geplant

Im Erfolgsplan des Wirtschaftsplanes 2015 sei nach Rücksprache mit Wasserwart Dieter Luft vorgesehen, in die Wasserzähler-Schächte in Wolfsbach und Theuern jeweils eine Rückflusssperre einzubauen. Dies koste einschließlich Arbeitszeit rund 1100 Euro. Darüber hinaus soll der Zufahrtsweg zum Hochbehälter in Ebermannsdorf erneuert werden. Dafür werden 1000 Euro benötigt.

Da der Verwaltungskostenbeitrag seit dem Januar 2008 unverändert mit jährlich 2200 Euro veranschlagt war, wurde dieser ab dem 1. Januar dieses Jahres neu berechnet und erhöht. Jetzt wird ein Beitrag von 2600 Euro erhoben. Dies ist laut Fischer bereits im Wirtschaftsplan berücksichtigt.

Aufgrund einer Empfehlung des Amberger Gesundheitsamtes soll noch heuer der Zaun beim Hochbehälter in Ebermannsdorf erneuert werden. Die Kosten dafür würden auf 14 000 Euro geschätzt und seien im Vermögensplan eingearbeitet.

Fehlmenge ist akzeptabel

Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben wurde auf 17 400 Euro festgesetzt. Weitere größere Baumaßnahmen sind nach Auskunft Fischers für heuer nicht vorgesehen. Besprochen wurde noch die Fehlwassermenge - rund 6700 Kubikmeter oder 8,68 Prozent. Dies sei "ein akzeptabler Wert" meinte Vorsitzender Strehl, verursacht durch Rohrbrüche, Feuerwehrübungen, undichte Hydranten oder das Spülen der Leitungen.
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