Bekanntheitsgrad muss steigen

Der "Montagstreff" führte die Konnersreuther Christsozialen um Ortsvorsitzenden Uwe Rosner (hinten links) in die Spätberufenenschule nach Fockenfeld. Dort informierten Schulleiter Albert Bauer (Fünfter von links) und Hausoberer Bruder Markus Adelt (hinten, Mitte) über die Situation des Hauses. Bild: jr

Sorgenfalten in Fockenfeld: Bis zu 60 junge Männer könnte die Spätberufenenschule aufnehmen, doch aktuell bereiten sich dort nur 25 auf ihr Abitur vor. Jetzt soll verstärkt für die Einrichtung geworben werden.

Über die Situation in Fockenfeld informierte sich jetzt eine Delegation der Konnersreuther CSU im Rahmen des "Montagstreffs". Schulleiter Albert Bauer und Hausoberer Bruder Markus Adelt betonten, dass der Wechsel vom neunjährigen zum achtjährigen Gymnasium ein schwerer Einschnitt für die Schule gewesen sei. Auch die Veränderung der Schullandschaft mit neuen Angeboten der Fach- und Berufsoberschulen habe sich negativ auf Fockenfeld ausgewirkt. Erfreulich sei dagegen, dass sich zum Schnupperwochenende bereits doppelt so viele Interessenten wie im vergangenen Jahr angemeldet hätten.

Lernen in kleinen Gruppen

Albert Bauer und Bruder Markus wiesen auf die Vorteile der Schule hin: So müsse man hier keine Aufnahmeprüfung absolvieren, die Schülerzahl in den Klassen sei überschaubar. Auch Schüler mit "Quali" könnten in wenigen Jahren das Abitur erlangen, außerdem erhalte jeder Bafög. Das Lernen sei in kleinen Gruppen möglich, außerdem wirke sich das Miteinander von Schülern unterschiedlicher Altersgruppen positiv aus.

Bei der anschließenden Diskussion waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig, dass der Bekanntheitsgrad des Hauses gesteigert werden müsse. Helfen sollen künftig verstärkt neue Medien wie das Internet und soziale Netzwerke. Deutlich solle auch herausgestellt werden, dass in Fockenfeld zwar in einer christlich geprägten Hausgemeinschaft unterrichtet werde, die Schüler aber nicht zu einer bestimmten Studienrichtung hingeführt werden. "Deutschlandweit ist die Fockenfelder Einrichtung einmalig", so Bauer und Adelt.

Als zwingend notwendig für den Schulstandort bezeichneten die beiden die Anbindung ans schnelle Internet. Im täglichen Schulalltag sei der Zugriff auf Mediatheken oder Bilderdateien für Lernzwecke aufgrund der begrenzten Übertragungsraten nur bedingt oder gar nicht möglich.

CSU-Ortsvorsitzender Uwe Rosner machte deutlich, dass die Gemeinde hier auf einem guten Weg sei. Für die Konnersreuther Ortsteile sei inzwischen ein weiterer Förderantrag gestellt worden. "Im kommenden Jahr sollen die Ortsteile an das Breitbandnetz angebunden werden", erklärte Rosner.

Keine Haltestelle

Angesprochen wurde auch der Baxi-Anrufbus. Dazu wollten die Vertreter des Hauses wissen, warum Fockenfeld keine Haltestelle bekommen habe. Gerade für Schüler ohne eigene Fahrmöglichkeit wäre das "Baxi" eine Möglichkeit, mobil zu sein. Uwe Rosner versprach, sich der Sache anzunehmen. Er wolle die zuständigen Stellen kontaktieren und sich dafür einsetzen, dass eine Haltestelle für Schüler und Bewohner in Fockenfeld eingerichtet wird.
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