Bekenntnis zu einem Kleinod

Ein Spender, der nicht genannt werden will, vermachte der Marienkapelle in Obertresenfeld eine hölzerne Laterne mit einer wertvollen geschnitzten und gefassten heiligen Familie, die während der Weihnachtszeit im Kirchlein auf Besucher wartet. Bild: dob

Wie Kulturgüter erhalten werden, demonstriert der Kapellenverein mit dem Kirchlein "Mariä Geburt", das die Mitglieder sorgsam pflegen. Ihr Herzblut hängt an dem schmucken Gotteshaus, was auch reihum gewürdigt wird.

Die Dorfbevölkerung weiß ihren Mittelpunkt - die Kapelle "Mariä Geburt" - sehr wohl zu schätzen und kümmert sich vorbildlich um das schmucke Kleinod an der Durchgangsstraße von Vohenstrauß nach Waldthurn. Jährlich nach dem ersten Advent widmen die Teilnehmer der Mitgliederversammlung des Kapellenvereins dem Kirchlein besondere Aufmerksamkeit. "Während anderswo Kulturgüter verfallen und wir in diesem Punkt einer Krise entgegen gehen, scheinen wir in Bayern eine Oase der Glückseligen zu sein", behauptete Dekan Alexander Hösl im Gasthof "Grüner Baum".

Verfall wichtiger Bauten

Wegen des Verfalls wichtiger Bauten unseres Landes nähmen wir ein Stück weit Abschied von der uns eigenen Kultur und Geschichte. Deshalb wolle er zuerst allen Ober- und Untertresenfeldern danken, die sich unermüdlich um das Gotteshaus kümmern und sich für den Erhalt aufopfern. "Wir müssen diese Güter als Erbe unserer Vorfahren erhalten und daran erinnern." Nicht nur allein wegen des Glaubens. Der Geistliche richtete ein herzliches "Vergelt's Gott" an die Dorfbewohner und dankte für die großzügige Spende von 1500 Euro, die er beim Patrozinium für den Pfarrheimneubau erhielt. Für das klare Bekenntnis der Dorfbewohner zu ihrer Kapelle brachte auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer viel Lob mit. Falls seine von ihm gespendete jährliche Brotzeit zum Großputz und der Umfeldgestaltung Motivation für die Fürsorge der Marienkapelle sein sollte, wolle er das gerne beibehalten, solange er Stadtoberhaupt sei, versprach er. Wutzlhofer dankte allen, die sich beim Blumenschmuck, Putzen oder bei den Außenarbeiten engagieren.

Zuvor erinnerten sich die 34 Mitglieder an Hilde Puff, Alfons Balk und Max Frischholz. Sie fehlten der Gemeinschaft, sagte Vorsitzender Josef Fritsch. Kassier Stefan Kick gab über die Finanzen Rechenschaft ab. Josef Götz bestätigte mit Bernhard Puff einwandfreie Arbeit.

102 Mitglieder

Der Kapellenverein hat aktuell 102 Mitglieder. Fünf Messen wurden 2014 abgehalten, wofür Fritsch dem Dekan dankte. Das Bachbett neben der Kapelle sei heuer von den Helfern mit Granitsteinen befestigt worden. Außerdem wurden 30 neue Gebetbücher angeschafft und zwei neue Kugelahornbäume vor dem Portal gepflanzt. 2015 wird am Sonntag, 6. September, wieder das Patrozinium gefeiert, gab der Vorsitzende bekannt. Notarin Simone Lang und Dr. Franz Sollfrank informierten dann über Vorsorge, Betreuungs- und Patientenverfügung.
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