Belebung der Ortskerne

Aus der Praxis zur Belebung der Ortskerne berichteten die Bürgermeister Armin Schärtl (Nabburg), Georg Köppl (Altendorf) als Sprecher der "Leerstandsoffensive Brückenland Bayern-Böhmen", Karl Bley (Nittenau) und Richard Tischler (Pfreimd). "Die Altstadt ist unser Kapital, wir haben aber auch Probleme, sie zu beleben", verwies Armin Schärtl auf zahlreiche Anstrengungen. In 30 Jahren Altstadtsanierung seien 33 Millionen Euro in die Altstadt geflossen. Mit dem neuen Sanierungsgebiet "Unterstadt", mit Fassadenprogramm, ISEK und der EFRE-Förderung erhoffe man weitere Impulse. "Außen grün - innen hohl": Bürgermeister Karl Bley zeigte das Spannungsfeld zwischen den Baugebieten an der Peripherie und aus vielerlei Gründen zunehmenden Leerständen im Ortskern auf.

Mit der Sanierung und Neugestaltung von Plätzen und Straßen übernehme die Stadt Vorbildfunktion und werbe für attraktives Wohnen in der Stadt. Dass Leerstand auch eine Last sein kann - wenn die emotionale Beziehung, aber keine eigene Nutzung da ist und Mietpreise das Sanierungsgeld nicht hereinbringen - dafür konnte Bürgermeister Richard Tischler durchaus ein gewisses Verständnis aufbringen. Wenn die Städte dann in der Peripherie wachsen und innen zunehmend veröden, führe dies zum Donut-Effekt. "Eigentum verpflichtet aber auch", so Tischler: "Wir dürfen die Besitzer nicht allein lassen, wir müssen sie unterstützen und beispielgebend vorausgehen". "Jeder einzelne ist gefordert, der Bürgermeister und der Gemeinderat allein werden es nicht schaffen", sprach sich Bürgermeister Georg Köppl für ein breites Netzwerk von lokalen Akteuren aus und einen "Kümmerer", der Maßnahmen betreut und umsetzt.

An Beispielen zeigte er auf, wie die interkommunale Allianz aus zwölf Kommunen gemeinsame Strategien entwickelt und umsetzt. (kö)
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