Benefizspiel eine "prima Sache"

Der tschechische Meister Viktoria Pilsen kommt mit sieben Nationalspielern, Trainer Miroslav Koubek trifft nach 20 Jahren viele alte Bekannte - und rund 650 Zuschauer sorgen für eine ansprechende Kulisse beim Benefizspiel in Haselmühl.

Pröls, Graml, Mathies, Ceesay, Gorgiev, Plänitz, Karzmarczyk, Felix Peter, Dominik Siebert, Dietl, Hegenbart. Eingewechselt: Ebner, Preischl, Schmidt, Koch, Becker.

Bolek, Hubnik, Pilar, Limbersky, Kopic, Hrosovsky, Vanek, Prochazka, Mahmutovic, Kolar, Rajtoral. Eingewechselt: Hejda, Mateju, Horova, Petrzela, Dunis, Holenda, Kovarik, Vuch, Kucera, Pavlik, Mlynarik.

Tore: 0:1 (1.) Eigentor Julian Ceesay, 1:1 (18.) Dominik Siebert, 1:2 (58.) Jan Holenda, 1:3 (61.) Michal Dunis, 1:4 (74.) Tomas Kucera - SR: Florian Fleischmann (SC Kreith-Pittersberg) - Zuschauer: 650, davon 500 Zahlende.

Pilsen gegen eine regionale Auswahl - und der Erlös aus dieser Partie samt Spenden geht an den Verein "Amberger Kinder helfen", der mit diesem Geld eine Pflegefamilie mit einem schwerbehinderten sechsjährigen Mädchen unterstützt. "Eine prima Sache. Ich hoffe, dass sie das Geld zusammenbekommen, das sie brauchen", sagt Koubek, der vor zwei Jahrzehnten Trainer des 1. FC Amberg war, und den an diesem Abend zahlreiche Weggefährten aus jener Zeit umarmen. "Ein Beweis, dass ich damals anständig war", schmunzelt der 63-Jährige, der den Meisterpokal mitgebracht und beim Sportheim des ASV Haselmühl aufgestellt hat.

Ein schnelles Gegentor wollte Auswahlcoach Axel Malich vermeiden - selten hat er in seiner aktiven Zeit als Trainer ein schnelleres gesehen: Nach nur 30 Sekunden überwand Julian Ceesay (FC Amberg) seinen früheren Mannschaftskameraden Stephan Pröls (FV Vilseck) mit einem Eigentor.

1:0 führte die tschechische Meistermannschaft von Miroslav Koubek, doch dem gefiel bei weitem nicht alles, was er auf dem Platz des ASV Haselmühl sah. Von der ersten Minute an brüllte er Kommandos an seine Spieler - doch die "sind halt Tschechen, die wollen den Ball ins Tor tragen", kommentierte wiederum Auswahl-Keeper Pröls. Denn Chancen hatten sie genug, ballerten aber links, rechts vorbei oder übers Tor. Der Gastgeber - eine Auswahl regionaler Spieler, angeführt von sechs Kickern des Regionalligisten FC Amberg - hatte genau drei Chancen in der ersten Hälfte: Eine davon verwandelte Dominik Siebert (DJK Ensdorf) zum überraschenden und vom Publikum heftig beklatschten 1:1.

So musste der Champions-League-Teilnehmer von 2013 sich eine etwas lautere Ansprache von Koubek in der Pause anhören. Der Trainer wechselte zehn neue Leute ein - das bewirkte im zweiten Abschnitt eine deutlich schnellere Gangart des Meisters aus Pilsen. Die Auswahl kam lange Zeit nur noch über die Mittellinie, wenn sie Anstoß nach einem Tor hatte. Das war noch dreimal der Fall, ansonsten verhinderte Tim Ebner (SC Ettmannsdorf), der im zweiten Abschnitt im Auswahl-Tor stand, mit Glanzparaden Schlimmeres. "Ich glaube, wir haben einen ganz guten Trainingspartner abgegeben", meinte Axel Malich.
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