Bergmannskapelle Knappenverein Wackersdorf zu Gast im Theuerner Schloss: Musik mit Herz und ...
Vom Fuchsgraben direkt ins Gamsgebirg

Das passte wunderbar zusammen: Die Bergmannskapelle aus Wackersdorf war Gast des Bergbaumuseums Theuern und spielte im Großen Saal des Schlosses. Bild: e
Das Hüttenwesen und bergmännische Leben im ostbayerischen Raum ist im Bergbau- und Industriemuseum in Theuern ausführlich dokumentiert. Zu Arbeit, Leben, Haus und Familie gehörte aber auch immer die Musik: Die Bergknappen hatten ihre eigenen Kapellen.

Dieser Tradition folgt die Bergmannskapelle des Knappenvereins Wackersdorf: Sie war jetzt im Großen Saal des Theuerner Schlosses zu Gast - mit Musik mit Herz und Gefühl, aber auch mit Schmiss: Das passte wunderbar zum Bergbaumuseum. Dirigent Andreas Königsberger hatte seine Musiker im Griff. Dabei stand er nicht da, wo üblicherweise der Taktgeber steht, sondern saß am Schlagzeug, wo er auch für die verbindenden Texte zuständig war. Man musste halt personell improvisieren - es war schließlich das erste Konzert nach der Sommerpause, wie Königsberger wissen ließ.

Aber es war noch nicht der letzte Auftritt des Jahres: Im November, wenn die heilige Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute, gefeiert wird, sind sie wieder da, die Knappen aus Wackersdorf. Mit dem Bayerischen Defiliermarsch, der heimlichen Nationalhymne Bayerns und dem Auftrittsmarsch des Ministerpräsidenten, hatten sie gleich einen fulminanten Einstieg in das, was noch kommen sollte: feinste bayerisch-böhmisch Blasmusik, aus Tirol, vom Bodensee, aus dem Egerland - und nicht zu vergessen den Marsch vom Gamsgebirg.

In Theuern spielten die Wackersdorfer natürlich auch, was 99 Prozent aller Blaskapellen im Programm haben - den böhmischen Traum. Das Publikum wippte mit, auch bei dem Egerländer Sound "Aha Polka" oder bei der Fuchsgraben-Polka. Fuhrmannsmarsch sowie Anna-und-Alois-Polka sind echte Klassiker. Noch recht zaghaft sang das Publikum mit beim Mosch-Ohrwurm "Wir sind Kinder von der Eger". Viel haben sie in ihrem Repertoire, die Wackersdorfer. "Bis bald, auf Wiedersehen" hieß es nach etwa eineinhalb Stunden, natürlich nicht ohne Zugabe. Eine Matinee mit herrlicher Blasmusik - mit der sich das geneigte Publikum ganz offensichtlich voll identifizierte.
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