Bericht des Wasserwarts: Rohrbrüche halten Mitarbeiter auf Trab

Wasserwart Volker Günthner findet einen Pumpenwechsel sowie die Ergänzung der Elektronik um ein Stromaggregat in der Aufbereitungs- und Tiefbrunnenanlage Haidenaab sinnvoll. Bild: ak
Fast 416 000 Kubikmeter Trinkwasser bester Qualität stellte die Wasserversorgung der Gemeinde für Bürger und Betriebe 2014 bereit. Dies verdeutlichte Bürgermeister Manfred Porsch beim Jahresbericht von Wasserwart Volker Günthner. Zwei Rohrbrüche im Industriegebiet nahe der Bundesstraße 22 forderten die Gemeinde und Wasserwerker. Nach starkem Wasseraustritt neben der Fahrbahn wurde die Leitung im Juni stillgelegt, um eine Unterspülung der B 22 zu verhindern. Wegen des starken Verkehrs war eine offene Bauweise nicht möglich. Deswegen entschied man sich für eine Bohrung und den Einbau eines Stahlschutzrohres für die neue PE-Leitung DN 200. Gleich zwei Tage später hob nach einem Bruch der Hauptleitung nebenan austretendes Wasser den Wendehammer. Die aus 1960 stammende Hauptleitung wurde im betroffenen Bereich komplett erneuert. Weitere fünf Rohrbrüche an Hauptleitungen und sieben an Hausanschlüssen behoben die Mitarbeiter der Wasserversorgung. Erfreulich war, dass trotz der Rohrbrüche der Wasserverlust auf 5,12 Prozent gesenkt werden konnte. Der Wasserverbrauch sank bei einem äußerst günstigen Preis von 0,92 Euro/Kubikmeter gegenüber dem Vorjahr um 13 000 Kubikmeter. Der Hauptabnehmer "Thomas am Kulm" verbrauchte fast 23 000 Kubikmeter weniger. Der höchste Tagesverbrauch lag bei 2017, der niedrigste bei 1632 Kubikmeter Trinkwasser. Der Eigenverbrauch betrug nahe 12 000 Kubikmeter.

2014 wurden 212 Meter Hauptleitung erneuert. Rund 18,4 Kilometer Hauptleitungen sind bis zehn, 32 bis 20, 35 Kilometer bis 40 und 16,8 Kilometer bis 60 Jahre alt. Die Gesamtlänge beträgt 102,2 Kilometer.

Für einen Überblick über die hydraulischen Verhältnisse im Leitungsnetz ist 2015 eine Rohrnetzberechnung geplant, die Grundlage für Auswechslungen ist. Porsch berichtete, dass das Rohrnetz in der Ortschaft Brüderes erneuerungsbedürftig ist. Beim anstehenden Kanalbau sollte das alte Ortsnetz erneuert werden. Hierzu wird eine Anfrage an den Wasserzweckverband Seybothenreuther Gruppe gestellt, an dem Brüderes angeschlossen ist. Alternativ wäre auch der Anschluss an das eigene Versorgungsnetz durch Parallel-Verlegung von Kanal- und Wasserhauptleitung Richtung Speichersdorf eine Alternative. Viele Brüdereser unterstützten dies. Hierbei gelte es, die Kosten zu berücksichtigen.

Günthner berichtete, dass nach rund 17 500 Betriebsstunden und der Förderung von über 1,5 Millionen Kubikmeter Rohwasser ein Pumpenwechsel im ergiebigsten Tiefbrunnen III ansteht. Dabei wird der Zustand des Filterrohres durch eine Kamerabefahrung überprüft. Für das Aufbereitungsgebäude wäre die Ergänzung der Elektronik durch einen Fremd-Einspeisepunkt mittels Stromaggregat sinnvoll, um bei längerem Stromausfall die Wasserlieferung sicherzustellen. Ebenfalls sollen Haushaltsmittel für einen neuen Außenanstrich des Gebäudes, neue Geräte für die Durchflussmessung und für das Fernwirk-System eingeplant werden. (ak)
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