Berlin.
Kulturnotizen Befreiungsschlag für Suhrkamp

(dpa) Im jahrelangen Streit um den Suhrkamp Verlag hat das Landgericht Berlin endgültig grünes Licht für den Sanierungsplan des Traditionshauses gegeben. Das geht aus einem Urteil vom 20. Oktober hervor. Damit kann der Verlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Der Mitgesellschafter Hans Barlach verliert damit weitreichende Mitspracherechte. Er ist seit Jahren mit der Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zutiefst zerstritten.

In dem Urteil wies das Gericht Barlachs Beschwerde gegen den Sanierungsplan zurück. Die Nachteile einer Planverzögerung überwögen die Nachteile für Barlach, befand die Kammer. Eine weitere Beschwerde wurde nicht zugelassen. Der Verlag geht nach Angaben einer Sprecherin davon aus, dass die wesentlichen Maßnahmen des Sanierungsplans nun im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein werden. Man treffe derzeit entsprechende Vorbereitungen, hieß es.

Dramatikerpreis für Peter Handke

Kaiserslautern.(dpa) Das Pfalztheater Kaiserslautern ehrt den österreichischen Schriftsteller Peter Handke mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis. Mit seinen innovativen Stücken habe Handke über Jahrzehnte hinweg die Bühnensprache in Deutschland und Österreich bereichert und verändert, erklärte die Jury am Freitag. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1993 von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur vergeben und fördert die deutschsprachige Dramatik.

Der Preis wird am 1. Februar 2015 in Kaiserslautern verliehen. Der 71-Jährige wurde mit Werken wie "Publikumsbeschimpfung" und "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" bekannt.

Muslim zeigt Kabarettist Nuhr an

Osnabrück.(epd) Kabarettist Dieter Nuhr bekommt Ärger wegen ironischer Bemerkungen zum Islam. Der Osnabrücker Muslim Erhat Toka hat Anzeige gegen den Künstler erstattet, wie ein Polizeisprecher am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigte. Der Vorwurf lautet "Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften". Das Strafgesetzbuch sieht dafür Gefängnis bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Fachleute zeigten Verständnis für die muslimische Kritik an Nuhr.
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