Berlin.
Kulturnotizen Herta Müller kritisiert erneut Putin

(dpa) Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut scharf kritisiert. "Ich finde es dreist und riskant, was Putin sich in der Ukraine mit der Annexion der Krim erlaubt hat", sagt die 61-jährige Müller im Interview des Magazins "Der Spiegel".

Putin hebe eine Weltordnung aus den Angeln. Sie traue Umfragen nicht, nach denen Putin großen Zuspruch im Land genieße. "Niemand dort sagt, was er denkt. Außerdem wirkt die Propaganda." Putin sei für sie der Prototyp eines sozialistischen Funktionärs. "Die Körpersprache, das Dominante. Putin geht mit niemandem von gleich zu gleich um. (...) Putin ist Präsident, es gibt nur Unterwürfigkeit um ihn herum."

Heute erscheint von Müller das neue Buch "Mein Vaterland war ein Apfelkern" (Hanser-Verlag). 2009 wurde die rumänien-deutsche Schriftstellerin für ihren Roman "Atemschaukel" mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Die Autorin hatte sich in den vergangenen Wochen bereits kritisch über Putin und dessen Ukraine-Politik geäußert.
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