Berlin.
Kulturnotizen Strengere Vergabe des Welterbe-Titels

John Boyne. Bild: Gilligan
(dpa) Deutschland will sich innerhalb der Vereinten Nationen dafür einsetzen, dass der Titel als "Welterbestätte" künftig nach strengeren Kriterien vergeben wird. Vor einer großen internationalen Konferenz in Bonn kritisierte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, am Freitag eine zunehmende Politisierung der Auszeichnungen. Die Entscheidungen müssten sich wieder stärker an "fachlichen Empfehlungen" orientieren, sagte die CDU-Politikerin. Deutschland führt im Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation Unesco derzeit den Vorsitz. Das Komitee trifft sich vom 28. Juni bis zum 8. Juli in Bonn zu seiner alljährlichen Konferenz.

Friedenspreis für Autor John Boyne

Düsseldorf.(dpa) Der irische Bestseller-Autor John Boyne ("Der Junge im gestreiften Pyjama") wird für einen Kinderroman über den Ersten Weltkriegs mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher ausgezeichnet. Zusammen mit Boyne erhalten auch die Übersetzerinnen Brigitte Jakobeit und Martina Tichy die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung, wie das NRW-Kulturministerium in Düsseldorf mitteilte. Boyne schildere in seinem Roman "So fern wie nah" ein "grausames Kapitel unserer Geschichte" kindgerecht, ohne zu verharmlosen, sagte NRW-Kulturministerin Ute Schäfer. Die Geschichte handelt von dem fünfjährigen Alfie, der sich auf die Suche nach seinem Vater macht, der in den Ersten Weltkrieg gezogen ist.
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