"Bernabas" teilt aus

So harmlos diese Mönche aussahen, so bissig fielen mitunter die Spottverse beim Starkbierfest aus. Bild: mld

Bruder Bernabas, alias Bernhard Irlbacher, war die Hauptattraktion auf dem Luher Nockherberg. Beim Starkbierfest der Feuerwehr zog er das Ortsgeschehen eines Jahres durch den Sud.

Mit seinen Versen und Sprüchen verschonte "Bruder Bernabas" weder die Kommunalpolitiker noch die örtlichen Vereine: "Letzts Johr am Kirwasunntoch is gwen. Dou houts in Louh an terroristischen Anschlag gem. Irgendjemand hot mit baiser List, an Kirwabam dekoriert mit a poor Oimer Mist. A Jeda hot se denkt, wer hout denn dai Sauerei dou g'macht? A seltsams Volk in der Nähe vo Louh wor klei unter Verdacht. A wenn in den Mist koi Sand und Hasnbeberla drinna worn, des gibt an Vergeltungsschlag, und schlimme Rache ist geschworn. Die Schuldigen wern scho g'funa wern und wenn's dai san wou i moin werns nach da Louher Rache bloß nu zettern und plärn?"

Ein weiteres Thema war der Feuerwehreinsatz beim Lagerfeuer in Grünau: "Da Hydraulik-Paule is vo da Neidafer Feierwehr da Kommandant und als solcher is er ja ziemlich dominant. Die Wichtigkeit dieser Person herst meistens as 500 Meter schon." Dou hots amal a groaße Feiersbrunst gem. Dai hout ma sicherlich sogor vom Weltraum as gsehn. Mehrere Feierwehrn han agfordert worn, und san nit Vollgas zu dem Inferno gfohrn. Dass a Großkatastrophe is hätt ma glam kinna. Des Feierl host eigentlich erst as nächster Nähe g`sehn, wal des is ja bloß a kloins Lagerfeier bei der altn Nerzfarm gwen. Des hot dan d' Feierwehr unter Einsatz ihres Lebens mit drei Liter Wasser asgmacht."

Weitere Spitzen bekamen Werner Forster, das Vereinskartell und dessen Vorsitzender Wolfgang Eimer ab.

Musikalisch unterhielt die "Pirker Blechmusi" mit einem abwechslungsreichen Repertoire. Erstmals gab es auch einen Wettbewerb im Maßkrugstemmen. Den ersten Platz sicherte sich mit über sechs Minuten Jakob Schwab. Er gewann 15 Liter Zoigl. Bis in die späte Nacht hinein amüsierten sich die Gäste. In der Bar herrschte bis in die Morgenstunden Hochbetrieb.
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