Berta Schwarz feiert 90. Geburtstag bei Regens-Wagner
Mit Freude im Sticksaal gearbeitet

Gratulationen für Berta Schwarz (sitzend) gab es von Bürgermeister Joachim Neuß, Schwester Margret Schuhmann, Pflegekraft Diethelm Oertwig, und Oberin Madlen Kolbrand. Bild: eb
Berta Schwarz feierte in der Regens-Wagner-Einrichtung ihren 90. Geburtstag. Sie stammt aus Tschechien und kam nach der Ausweisung kurz in ein Waisenhaus nach Nürnberg, bis sie ihr Vater im Jahre 1951 ins Michelfelder Kloster brachte. Hier gab es zu dieser Zeit noch viele taubstumme Bewohner, zu denen auch die nun 90-Jährige gehörte.

Berta Schwarz war in der Küche tätig und verrichtete Putzarbeiten. Doch dann kam für sie die passende Arbeitsstelle, nämlich der Sticksaal. Sie durfte sich mit ihrem Einsatz an den künstlerischen Stücken beteiligen, die dort hergestellt wurden. Und wer die Taubstummen von früheren Zeiten her kennt, der weiß auch mit welcher Freude und Hingabe sie sich den Handarbeiten widmeten. Die Jubilarin hatte zwölf Geschwister, von denen drei in den USA lebten. Einige von ihnen sind schon verstorben. Beide Elternteile - die Mutter verschied 1960, der Vater 1977, fanden im hiesigen Klosterfriedhof ihre letzte Ruhestätte. Trotz ihrer altersmäßigen Leiden genoss Berta Schwarz die Aufwartung zu ihrem 90. Geburtstag. Zu den Gratulanten zählte auch Bürgermeister Joachim Neuß, der mit einem Wellness-Päckchen Freude brachte und im Auftrag von Landrat Richard Reisinger auch die bronzene Landkreismedaille an die Geehrte überreichte.

Gute Wünsche gab es auch von der Oberin des Konvents Schwester Madlen Kolbrand und Schwester Margret Schuhmann von der Stickerei sowie von Diethelm Oertwig, der als Fachpflegekraft mit weiteren Helfern Berta Schwarz betreut.
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