Besorgt um die Jugend

Der Tourismus ist rückläufig. Vor allem die jungen Leute bleiben aus. Auch für den gut ausgebildeten Nachwuchs im Ort ist es nicht einfach, der Heimat treu zu bleiben. Von solchen Sorgen erfuhr die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder auf einer Info-Tour durch die Grenzlandgemeinde.

Auf ihrer KennenlernTour zu den neugewählten Bürgermeistern und Gemeinderäten war bei der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder Weiding an der Reihe. Bürgermeister Manfred Dirscherl sowie die Gemeinderäte Sebastian Betz (neu) und Günther Bock empfingen die Politikerin.

Nach dem Dank für die Möglichkeit zum Gespräch erfuhr die Abgeordnete die Probleme der ehrenamtlichen Mandatsträger in der Grenzregion, die in der Regel einer Beschäftigung außerhalb der Gemeinde nachgehen. Deshalb konnten sich auch nicht mehr Gemeinderäte zu dem Termin einfinden. Die demografische Entwicklung in der Bevölkerung zog sich auch wie ein roter Faden durch die Gesprächsrunde.

Ansonsten konnte Weiding durch die Dorferneuerungsmaßnahme mit guter Förderung sein Ortsbild positiv verbessern. Bedauert wurde aber die Fluktuation der Jugend mit entsprechender Schulbildung, der durch das Gymnasium in Oberviechtach und gut erreichbare weiterführende Schulen gute Bildungsmöglichkeiten geboten werden.

Es gebe, so Marianne Schieder, sogar landkreisüberschreitende Probleme und Wettbewerbe zwischen den einzelnen Schulen. Die Bemühungen, junge Menschen in der Region zu halten, hätten einen besonders hohen Stellenwert. Beim früher florierenden Tourismus, so erfuhr die Abgeordnete, sei trotz leistungsfähiger Gastronomie ein Rückgang insbesondere bei jüngeren Gästen festzustellen - wegen fehlender Attraktivität.

Beim Breitbandanschluss sei man auf einem guten Weg, während es mit der Funkanbindung zuweilen hapert. Hinsichtlich des öffentlichen Personennahverkehrs gebe es Defizite, die die älteren Bürger betreffen. Defizite, die sich auch bei der Nutzung des Bürgerbusses einstellen können, so der Tenor.

Während Bürgermeister Manfred Dirscherl beklagte, dass sich die Gemeinde bei der Finanzierung der anstehenden und geforderten Erneuerung der Kläranlage alleingelassen fühlt, bot die Abgeordnete an, bei entsprechenden gegenseitigen Kontakten nach Lösungen zu suchen.
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