Besuch aus West- und Ostafrika

Leitender Polizeidirektor Josef Strobl (hinten Mitte) und die (hinten von links) Hauptkommissare Stephan Graber, Daniela Weidner-Kainz und Jochen Riedling stellten den Gästen aus Afrika den Ausbildungsbetrieb der in Sulzbach-Rosenberg beheimateten Bereitschaftspolizeiabteilung vor. Bild: hfz

Immer häufiger wird gefordert, nach Europa schwappende Probleme in den Ursprungsländern zu bekämpfen. Deshalb wächst will man auch dort wissen, wie es die anderen machen. Etwa bei der Polizeiarbeit.

Sulzbach-Rosenberg. Das Interesse der afrikanischen Sicherheitsbehörden an der bayerischen Polizeiausbildung ist groß. Nachdem bereits erfolgreichen Projekt Ausbildungshilfe Nordafrika mit Tunesien informierten sich nun bei einem zweitägigen Besuch sieben hochrangige Polizeibeamte aus West- und Ostafrika bei der Bereitschaftspolizei Sulzbach-Rosenberg. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Der Abteilungsführer, Leitender Polizeidirektor Josef Strobl, hieß die aus Benin, Burkina Faso, Ghana, Niger, Togo und Tansania stammenden afrikanischen Polizeibeamten in der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung willkommen. Sie zeigten großes Interesse am bayerischen Ausbildungskonzept, das von Hauptkommissar Stephan Graber und Hauptkommissarin Daniela Weidner-Kainz zunächst in der Theorie vorgestellt wurde. Bei anschließenden Unterrichtsbesuchen verschafften sich die Gäste Einblicke bei den Lehrbereichen Recht, Praxis und Persönlichkeitsbildung. Sichtlich beeindruckt waren sie von der Professionalität, mit der die Ausbildung betrieben wird.

Insbesondere der Umgang mit konfliktreichen Situationen, auf die die Beamten im Fach Kommunikation und Konfliktbewältigung vorbereitet werden, sorgte für ausdrückliche Anerkennung. Der Schwerpunkt der modularen Polizeiausbildung liegt in der Verzahnung von Theorie und Praxis. Bei der übungsmäßigen Abarbeitung einer komplexen Einsatzsituation wurde demonstriert, wie wichtig die Verknüpfung unterschiedlicher Ansätze für das spätere polizeiliche Einschreiten ist.

Der europaweit einzigartige Fahrsimulator, der zur Erhöhung der Fahrsicherheit in einsatzbedingten Gefahrensituationen beiträgt, lag im besonderen Interesse der Besucher. Hier konnten sie ihr fahrerisches Können sogar in einer für sie äußerst ungewohnten Situation ausprobieren: bei Schnee- und Eisglätte.
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