Betriebskosten gering halten

Vor der Bauausschusssitzung besichtigte das Gremium die neue Wasseraufbereitungshalle. Bild: Völkl

Die Wasserversorgung läuft bereits über die neue Anlage in der neuen Halle. Nun konzentrieren sich die Bauarbeiter auf die Um- und Neugestaltung des alten Wasserwerk-Traktes. Im Herbst dieses Jahres soll das Großprojekt "Wasserwerk Kettnitzmühle" abgeschlossen sein.

Wernberg-Köblitz. (cv) Der Bauausschuss unternahm mit shp-Projektleiter Klaus Mitter einen Rundgang: Maßgabe war bekanntlich, den Großteil des bestehenden Wasserwerks weiter zu verwenden. Doch es mussten neue Leitungen und Wände gezogen werden, Fliesenbeläge waren - bis auf einen kleinen Teilbereich - nicht zu retten. Eigentlich blieben nur die Grundmauern, so Klaus Mitter. Trotzdem sei der Entschluss, den Altbau zu integrieren, richtig gewesen. So war die Umstellung von alt auf neu möglich. Ein Wasserwerkumbau im laufenden Betrieb, "das wäre Wahnsinn gewesen", betonte Klaus Mitter. "Und zudem teuerer."

Die Konzeption

Mitter führte das Gremium durch die neue Aufbereitungsanlage, erläuterte Details wie Flachbettbelüftung und physikalische Entsäuerung, zeigte auf die riesigen Kessel mit Jurakalk zur Aufhärtung. Vor der Tür ist noch Baustelle: Die alten Becken werden zu Klärbehältern für das Spülwasser aus den neuen Filteranlagen. Das Sediment wird getrocknet. Ziel ist es, die Betriebskosten des Wasserwerks für die nächsten 30, 40 Jahre so gering wie möglich zu halten. Im alten Bautrakt und im Verbindungsbereich werden Werkstatt, Notstromaggregat, sanitäre Anlagen, Schaltwarte, Büro und Informationsraum entstehen. Die auf 3,8 Millionen Euro veranschlagten Baukosten werden bei 3,8 bis 3,9 Millionen Euro (plus 550 000 Euro Nebenkosten) abschließen. Das Projekt soll im Herbst fertiggestellt sein.

Der Bauausschuss vergab noch Aufträge, die mit dem Wasserwerk in Zusammenhang stehen. Die Reinigung der Aufbereitungshalle übernimmt die Nürnberger Firma Kuhndörfer für 4000 Euro. Auch zwei Nachträge wurden abgesegnet: Ein zusätzlicher Hochbaukran für die Abbrucharbeiten kostet 5501 Euro, ein Außenwandkamin für das Notstromaggregat mit Schalldämpfer 8271 Euro. Marktrat Konrad Kiener bemerkte, dass die Baustelle trotz der zeitlichen Verzögerungen im Kostenrahmen von 3,8 bis 3,9 Millionen Euro geblieben sei.

Vom Wasserwerk zu den Trinkwasserbrunnen: Den Abbruch von Brunnen 2 (Kosten 5250 Euro) hat das Unternehmen Althammer bereits ausgeführt. Die Befestigung des Areals für den neuen Brunnen 3a übernimmt die Firma Rebl für 8780 Euro.

Zwischenstück erneuern

Zwischen den Erdkellern und dem Anwesen Weidener Straße 12 gibt es eine fußläufige, teilweise mit Treppenstufen befestigte Verbindung zur Kinderheimstraße. Der Weg ist geschottert, schmal und steil. Bei Regengüssen werden Schotter und Humus Richtung Weidener Straße geschwemmt. Stark brüchig ist inzwischen der Zaunsockel eines Anliegers, der eine Beteiligung an den Erneuerungskosten zugesagt hat.

Vom Bauamt kam der Vorschlag, den Pfad etwas zu verbreitern und in einem Teilbereich wegen der starken Hangneigung eine Gabionenwand zu errichten. Der Weg könnte mit vorhandenem Kleinsteinpflaster befestigt werden. Der Bauausschuss war mit Bürgermeister Georg Butz einer Meinung: Man könne nicht nur den im Zuge der Städtebauförderung bezuschussten unteren Zugangsbereich erneuern und das folgende, 30 Meter lange Zwischenstück, aussparen. Auf Vorschlag von Hans Zitzler geht die Tendenz bei der seitlichen Befestigung allerdings zu betonierten Randplatten. Unterm Strich kostet das gesamte Stück der Marktgemeinde rund 30 000 Euro. Die Arbeiten übernimmt das ohnehin mit der Sanierung der Weidener Straße befasste Bauunternehmen Baumer.
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