Bewohnerinnen retten sich vor den Flammen - 150 000 Euro Schaden
Feuer vernichtet Bauernhaus

Völlig zerstört wurde ein über 100 Jahre altes Bauernhaus bei einem Brand am Montagmorgen in Öd bei Schwarzach. Die beiden 80 und 87 Jahre alten Bewohnerinnen konnten sich aus eigener Kraft ins Freie retten. Die Brandursache ist noch unklar.

Es war gegen 3 Uhr am Montag, als die beiden betagten Bewohnerinnen des über 100 Jahre alten Bauernhauses den Brand bemerkten und sich unverletzt in Sicherheit bringen konnten. Umgehend informierten die Schwestern den Inhaber des Gebäudes, der wiederum sofort die Rettungskräfte alarmierte. Als die Feuerwehren aus Unterauerbach, Schwarzenfeld, Pfreimd und Diendorf mit rund 70 Kräften am Brandort eintrafen, stand der Dachstuhl des Hauses bereits komplett in Flammen.

Nebengebäude gerettet

Schnell erkannten die Einsatzkräfte, dass das alte Gebäude nicht mehr zu retten war. Das mit einer Holzheizung betriebene Bauernhaus wurde durch das Feuer komplett zerstört. "Die wichtigste Sache war es deshalb, die Nebengebäude zu schützen", sagte der Kommandant der Unterauerbacher Wehr, Anton Grabinger, der die Einsatzleitung vor Ort hatte, am Tag nach dem Unglück. Das gelang den Rettungskräften: Sie verhinderten, dass sich die Flammen weiter ausbreiten konnten. Um das Feuer in dem Bauernhaus unter Kontrolle zu bringen, musste das Dach von Atemschutzträgern geöffnet werden, um an die Glutnester zu gelangen. Dazu kam die Drehleiter der Feuerwehr Pfreimd zum Einsatz.

Ein Problem für die Helfer war die Wasserversorgung: In der Nähe des Brandortes steht nämlich nur ein Hydrant. Das hatte zur Folge, dass das Wasser schnell knapp wurde. Um die Versorgung für die Löscharbeiten sicherzustellen, musste die Feuerwehr einen Pendelverkehr einrichten. Bis um 10 Uhr am Montag waren Kräfte der Feuerwehr Unterauerbach am Ort des Unglücks, um Brandwache zu halten. Dabei mussten sie auch noch einmal zum Lösch-Schlauch greifen, denn die Flammen waren kurzzeitig wieder aufgelodert. Die beiden Seniorinnen sind unterdessen beim Inhaber des Gebäudes untergebracht.

Kripo ermittelt

Die weiteren Ermittlungen zur genauen Brandursache haben die Beamten der Kriminalpolizei Amberg übernommen. Spezialisten waren den gestrigen Tag über am Unglücksort, um herauszufinden, was zum Ausbruch des Feuers geführt hatte. Der Schaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 150 000 Euro.
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