Bierfass auf Bollerwagen

Ein langer Zug mit Vereinen und Honoratioren, angeführt von den Steinwaldmusikanten aus Pullenreuth, eröffnete die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen mit Einweihung des Gerätehausanbaus der Feuerwehr Pilgramsreuth-Langentheilen. Bild: öt

Ein langer Festzug marschiert mit Musik. Pfarrer Dr. Dr. Josef Waleszczuk bereitet sich auf den Segen vor. Die Feuerwehr Pilgramsreuth-Langentheilen wird 125 Jahre alt und freut sich über den Gerätehaus-Anbau.

Ein langer Zug mit Vereinen und Führungskräften der Landkreisfeuerwehr sowie Pullenreuths Bürgermeister und Schirmherr Hubert Kraus mit seinen Gemeinderäten, angeführt von den Steinwaldmusikanten, bewegte sich am Sonntagvormittag durch Pilgramsreuth. Ziel war das Gerätehaus, dessen Erweiterung Pfarrer Waleszczuk den kirchlichen Segen erteilte.

Der Geistliche ging in seiner Rede vor der Weihe auch auf das 125. Gründungsjubiläum der Floriansjünger ein. Im Gottesdienst dankte Waleszczuk in der Predigt den Feuerwehrleuten für ihre Opferbereitschaft, ihren Mut und ihren Einsatzwillen. Besonders wichtig sei die Kameradschaft. Der Pfarrer erinnerte an die Gründung vor 125 Jahren. Diese erfolgte durch die Bauern mit dem Ziel, ihre Höfe zu schützen. Heute seien viele Jugendliche aktiv.

Nach dem Gottesdienst hieß Thomas Müller die Gäste im Festzelt willkommen. Der Vorsitzende erklärte, die Unfallverhütungsvorschriften hätten es erforderlich gemacht, für das Mehrzweckfahrzeug einen zusätzlichen Stellplatz zu schaffen. Im Mai 2013 erfolgte der erste Spatenstich. Die Mitglieder hoben die Baugrube aus, setzten die Fundamente und errichteten den Rohbau. Gemeinsam mit Zimmermeister Johannes Scherm setzten sie den Dachstuhl auf. Die Brandschützer leisteten auch die Vorarbeiten für den Heizungseinbau, brachten die Elektroinstallation an und halfen beim Innenputz mit. Auch Estrich und Fliesen wurden von der Wehr verlegt. Im Winter 2014/5 nahmen die Floriansjünger die Deckenarbeiten vor und im Frühjahr folgten die Außenanlagen, erklärte Müller.

Etliche Arbeitsstunden

Die Wehr leistete für den Anbau rund 2500 ehrenamtliche Stunden. Dadurch konnten die veranschlagten Kosten von 75 000 Euro auf 41 500 Euro gesenkt werden. Der Vorsitzende dankte der Regierung der Oberpfalz für den gewährten Zuschuss in einer Höhe von 21 500 Euro. Sein Dank galt auch seinem Stellvertreter Klaus Übelmesser, der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg und allen beteiligten Firmen. Ein "dickes Lob" zollte Müller den Mitgliedern für ihre erbrachten Schirmherr Hubert Kraus hob hervor, dass das "125-Jährige" und der Anbau zwei gute Anlässe seien, ein großes Fest zu feiern. Die Feuerwehr könne stolz sein auf ihren schmucken Anbau.

Das Gemeindeoberhaupt betonte, Bereitschaft und Tatkraft zeichnen die Wehr aus. Glückwünsche Gründungsjubiläum überbrachte auch der Patenverein aus Pullenreuth. Er übergab der Jubelwehr einen Bollerwagen mit einem Bierfass und Gläsern. In die Riege der Festredner reihte sich auch stellvertretender Landrat Günther Kopp, ein, der 500 Euro überreichte. Eine Lobeshymne sang auch Kreisbrandrat Franz Arnold.
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