"Bikepool Bayern" informiert sich über eine Idee, Menschen in Afrika zu helfen
Mehr Chancen durch Fahrräder

Das Team des "Bikepools Bayern" unterstützt die gemeinnützige Organisation "World Bicycle Relief". Von links Joachim Brand, Lehrgangsleiter Michael Kreil, Simon Kohl, Kristina Jasiunaite, Christian Langhans, Martin Zangerl (Landesstelle für Schulsport) und Herbert Übelacker. Bild: lhc
Der Weg aus der Armut gelingt auf zwei Rädern schneller: "World Bicycle Relief" hat seit 2006 mehr als 175 000 Menschen in Afrika mit Fahrrädern versorgt, um ihnen beim Aufbau einer unabhängigen und sicheren Lebensgrundlage zu helfen. Während einer Fortbildung für Radsportlehrer in Neukirchen stellte Kristina Jasiunaite ihre gemeinnützige Organisation vor, die vom "Bikepool Bayern" unterstützt wird.

Mehr als 900 Mechaniker montieren inzwischen in afrikanischen Fabriken stabile, simple Drahtesel mit starken Stahlrahmen und Lastgepäckträgern für 100 Kilogramm. Der Grundgedanke dahinter besagt, dass ein einfacher Transport mit dem Rad die Effizienz um ein Vielfaches erhöht. Das Fahrrad öffnet so den Zugang zu Bildung, Gesundheitsfürsorge und wirtschaftlichen Chancen.

Kristina Jasiunaite erzählte, dass Kinder in Afrika oft stundenlang zur Schule laufen müssen. Das Fahrrad verändere deren Leben: "Sie können nun regelmäßig in den Unterricht und tragen noch zum Lebensunterhalt der Familien bei, weil noch Zeit zum Wasserholen oder für die Feldarbeit ist." Wenn die Kinder das Rad gerade nicht brauchen, dann transportieren Familienmitglieder beispielsweise Feldfrüchte zum Markt.

"World Bicycle Relief" reserviere den Großteil der Fahrräder für Mädchen, weil sie im Haushalt stark eingespannt sind, was für die Jungen nicht so sehr gelte.

Jede Spende für Fahrräder, dessen Stückpreis bei 110 Euro liegt, wird von einem Sponsor verdoppelt. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.de.worldbicyclerelief.org.
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