Billie Holidays Leben für die Musicalbühne inszeniert
Voller Widersprüche

Dany Hertje führte ihre Zuhörer durch das Wechselbad der Gefühle einer Billie Holiday. Am Klavier begleitete sie Vitali Hertje. Bild: swt
"Lady sings the Blues" lautet der Titel der Autobiografie von Billie Holiday. Sie schreibt: "Niemand singt das Wort Hunger oder das Wort Liebe wie ich. Alles, was ich mir vom Leben wünsche, geht auf diese beiden Dinge zurück."

Wie daraus eine einzigartige Musik wurde, erzählt sie in diesem Stück selbst. Ein Leckerbissen für eine Schauspielerin oder Sängerin. Und hervorragend interpretiert durch Dany Hertje vor einer außergewöhnlichen Kulisse: In der Schachthalle des Bergbaumuseums Maffei beeindruckte diese zweite Veranstaltung des "Theatersommers Auerbach" die etwa 45 Zuhörer.

Billie Holiday war voller Widersprüche. Sogar ihre äußere Erscheinung und ihre Stimmungen wechselten ständig. Ihre Musiker wurden von ihr "geküsst und geschlagen", das Publikum gleichzeitig geliebt und gehasst. Bordell, Drogen, Gefängnis, Carnegie Hall und wieder Gefängnis: Das waren typische Stationen für eine Frau, die davon träumte, ein Heim für streunende Hunde und Waisenkinder zu besitzen, wo sie ihren Schützlingen beibringen wollte, wie man glücklich ist, das zu sein, was man ist.

Dany Hertje verstand es, das Wechselbad der Gefühle sowohl musikalisch mit einer unglaublichen Stimme als auch in Gestik und Mimik umzusetzen. Vitali Hertje am Klavier begleitete die Jazz- und Bluessongs mit Herzblut. Ein begeistertes Publikum belohnte sie mit viel Applaus.
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