Birgit Sperl erzählt von ihrer Pilgerreise auf dem Jakobsweg
Brennende Waden und Wehmut

Birgit Sperl macht während ihrer Pilgerreise auf dem Jakobsweg gerade Rast. Bild: hbr
In Zusammenarbeit mit dem Volksbildungswerk Nittenau lud das Team der Marktbücherei zum Vortrag "Der portugiesische Jakobsweg" mit Birgit Sperl ein. Die Bruckerin erläuterte den zahlreichen Besuchern, dass sie zu ihrer Pilgerwanderung in erster Linie durch Hape Kerkelings Buch "Ich bin dann mal weg" sowie durch Reiseberichte in den Medien inspiriert wurde.

Sperl wählte für ihre Tour den "Caminho Portugues", den 300 Kilometer langen portugiesischen Jakobsweg, der vom Porto aus zum spanischen Zielort Santiago de Compostela führt. Sie marschierte meist auf kleinen, wenig befahrenen Dorf- und Landstraßen, an deren Rand sich viele Wegkreuze befanden, an denen die Pilger, symbolisch für ihre Sorgen, Steine ablegten. Täglich war Sperl sechs bis acht Stunden unterwegs.

Die Schlafgelegenheiten waren von Herberge zu Herberge unterschiedlich. Einige boten Schlafsäle mit Etagenbetten für bis zu 50 Personen, andere kleinere Matratzenlager. Die letzte Nacht verbrachte Birgit Sperl im Kloster Herborn, das sich rund 30 Kilometer vor Santiago de Compostela befindet. Je näher ihr Ziel kam, desto mehr schlich sich das Gefühl der Wehmut und ein Bedauern über das baldige Ende der Reise bei ihr ein.

Als sie schließlich in Santiago de Compostela angekommen war, besuchte sie die Pilgermesse. In den Tagen, die Birgit Sperl dann noch in dem Ort verbrachte, traf sie alle Weggefährten wieder, die sie die zwei Wochen zuvor irgendwo auf der Strecke kennengelernt hatte. Trotz vieler Strapazen - sie hatte Blasen an den Füßen, angeschwollene Finger, Sonnenbrand, brennende Waden, und auch Erschöpfungszustände - zog Sperl ein durchaus Fazit und betonte, dass sie aufgrund der schönen und interessanten Erlebnisse den Jakobsweg mit Sicherheit noch einmal gehen möchte.
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