Bis zum Kampf mit mehreren Gegnern

Dynamik und Präzision waren bei dem Lehrgang ebenso gefragt wie Konzentration. Bild: hfz

Meister Lothar J. Ratschke kam bereits zum siebten Mal für einen Lehrgang des Karatevereins Shotokan Dojo nach Neukirchen. Über 50 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet folgten der Einladung zum gemeinsamen Lernen.

An zwei Tagen vermittelte Meister Ratschke in sieben Trainingseinheiten ursprüngliche Formen des traditionellen Karate und viel von seinem breitgefächerten, theoretischen Wissen. Er zerlegte komplexe Techniken in leicht nachvollziehbare Schritte und erklärte deren Anwendung, die die Teilnehmer sofort am Partner einübten. Dabei legte er großen Wert auf gesundheitsorientierte und biomechanische Gesichtspunkte.

Seit mehr als 50 Jahren

Meister Sensei Ratschke trainiert seit über 50 Jahren die Kampfkunst der leeren Hand. Durch sein jahrzehntelanges Training sammelte er nicht nur Erfahrung und Kenntnisse für sich, sondern gibt sein Wissen auch gern an andere weiter. Sein Motto lautet: "Karate ist ein lebenslanger Weg. Man lernt nie aus."

Das belegte auch die überproportional hohe Mitwirkung von Schwarzgurtträgern. Obwohl diese schon viel Erfahrung und gute Grundtechniken besitzen, zeigte ihnen Sensei Ratschke neue Aspekte auf, gab ihnen Anregungen für ihr eigenes Training mit auf den Weg. Es war faszinierend zu sehen, mit welch ausgefeiltem Können und mit welcher Dynamik und Präzision der Meister die Techniken demonstrierte und anschaulich erklärte.

Durch Fleiß und Können

In den letzten beiden Einheiten hieß es für zwei Kandidaten noch einmal alle Kräfte sammeln. Lothar Ratschke prüfte aus dem heimischen Dojo Selina Pirner zum 2. Kyu und Stefan Seidel zum 1. Kyu. Beide empfingen zum Schluss ihre Urkunden mit den besten Glückwünschen für den weiteren Karateweg.

Lothar Ratschke wies am Ende des Lehrgangs darauf hin, dass Neukirchen als Stützpunkt für Okinawan Kempo in Bayern fungiert. Okinawan Kempo ist der Name einer engagierten Gruppierung von Budokas, die innerhalb des Deutschen Karate Verbandes verstärkt die alten Kampfkünste Okinawas beziehungsweise deren chinesische Ursprünge sowie die Kampfkunst in der Tradition von Seiko Shihan Professor Taiji Kase pflegen.

Gürtelprüfung tags drauf

Am folgenden Tag stellten sich Kinder und Jugendliche der Prüfung zum nächsten Kyu-Grad. Es mussten drei Prüfungsteile absolviert werden. Der erste Teil beinhaltete die Grundschule, die Faust- und Beintechniken zum Angriff und zur Abwehr zeigen. Der zweite Teil, die Kata, vereinigt diese Grundtechniken in einer festgelegten Form von Bewegungsabläufen. Sie symbolisiert den Kampf mit mehreren Gegnern. Im dritten Teil, dem Partnertraining (Kumite), demonstrieren die Prüflinge die Anwendung der erlernten Techniken mit Partner.

Zur ersten Stufe gratuliert

Alle Karatekas bewiesen, dass sie von ihrem Trainerteam, Bernhard Pirner, Ilona Aures (beide 2. Dan), sowie Stefan Kölbl, Markus Lehmann und Stefan Rocker (alle 1. Dan) gut vorbereitet wurden. So konnte am Ende Stefan Kölbl der Anfängergruppe mit Jonas Hartmann, Elias Harzer, Christian Pilhofer, Andrej und Daniela Seitz sowie Leander Sollner in seiner Funktion als Prüfer zum Erreichen der ersten Stufe gratulieren.

Von Gelb zu Orange

In der zweiten Trainingseinheit absolvierten, unter den Augen von Prüferin Ilona Aures, Marlene Pirner und Dominik Haas die Prüfung von Gelb zu Orange und damit zum 7. Kyu. Anna Kreitlein, David Haas, Tim Schwemmer, Hannes Weigert und Sebastian Zientek kämpften sich von Orange- zum Grüngurt, dem 6. Kyu. Trainer und Prüfer zeigten sich hochzufrieden mit den Leistungen. Ein kleiner Schritt auf dem Lebensweg des Karate do ist getan.
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