Bis zum Schluss gelacht und gekämpft
Verstorben

Speinshart. (do) Es sind nicht die großen Worte, sondern von Herzen kommende Taten, die die Welt verändern. Solche Taten vollbrachte Rainer Meyer einige. Sein Abschied war wie sein Leben. Trotz schwerer Krankheit gehörte sein Kampf dem Leben, der Familie, den Freunden, den Vereinen, seinen vielen Hobbys und seinen Speinshartern. Man hat Rainer Meyer einfach mögen müssen. Darin waren sich alle einig, die am 21. Mai von seinem Tod erfuhren. Schwer war die Krankheit, doch aufgeben? Nein. Dagegen stemmte er sich bis in die letzten Stunden seines Lebens, bis ihn im Klinikum Bayreuth der Tod besiegte.

Man hat ihn einfach mögen müssen, einen Rainer Meyer mit seiner Hilfsbereitschaft, seinem engagierten Eintreten auf dem Pfad der Menschlichkeit. Begonnen hatte sein Weg am 26. Juli 1958 in Bayreuth. Rasch lernte der Sohn eines Försters in seiner Kindheit in Kirchenpingarten die Natur kennen und schätzen. Der Berufswunsch des Forstmannes schien vorgezeichnet. Doch dann suchte Rainer Meyer nach beruflicher Sicherheit, die er beim Finanzamt Bayreuth fand. Die Zuneigung zu Natur und Landschaft, zu Wald und Tier blieb. Schon in jungen Jahren widmete er sich der Jägerei. Das Fichtelgebirge wurde zu seinem Revier. Als Ausbilder für Jägerprüfungen schätzte er die Jagdhornbläser und lernte bei den Kaibitzer Schlossbläsern seine spätere Ehefrau Monika kennen. Sohn Johannes kam 1992 zur Welt.

Schon bei seiner "Eingemeindung" in Speinshart suchte Meyer die Nähe der Vereine. Rasch erwarb sich der Verstorbene die Sympathien im Ort. Seine humorvolle Art, seine Glaubwürdigkeit und seine Talente machten sich auch andere zu nutze. Bald gefiel sich Rainer Meyer in den unterschiedlichsten Rollenspielen, etwa als Prämonstratenser-Chorherr bei historischen Schauspielen in Eschenbach und Speinshart, als Nachtwächter, als Speinshart-Führer, als Heimatpfleger oder als Abt in dem Dokumentarfilm "Frucht und Erbe". Glücklich machte den Verstorbenen eine weitere Leidenschaft. Als Geopark-Ranger und als Heimatforscher fand sich Rainer Meyer in seiner Kindheit wider: als Naturmensch. Am 21. Mai nahm der Tod ein Leben, das erfüllt war von Gemeinsinn und Nächstenliebe.

Die evangelische Trauerfeier findet am Mittwoch, 27. Mai, um 15 Uhr in der Klosterkirche Speinshart statt. Anschließend Urnenbeisetzung im Kreise der Familie.
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