Bischof Rudolf Voderholzer würdigt Marcel Callo und Dietrich Bonhoeffer
Vorbilder im Glauben

Neben Vertretern der KAB war am Sonntag bei der Callo-Gedenkfeier auch eine CAJ-Gruppe dabei. Die Mädels sagten Bischof Rudolf Voderholzer Grüß Gott. Bild: nm
Flossenbürg. (nm) Zeit nahm sich am Sonntag Bischof Rudolf Voderholzer für einen Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte. Nach den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Pankratiuskirche informierte sich der Oberhirte über die Zeit von 1938 bis 1945.

Von seinen Eindrücken erzählte er in der Kapelle "Jesus im Kerker". Der Kreisverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) hatte dort zur Marcel-Callo-Feier eingeladen. Dabei war eine Abordnung der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) aus dem Nachbarort Floß. Tief bewegt sagte Voderholzer: "Es ist schwer zu begreifen, wozu Menschen auf der Basis einer gottlosen Ideologie und ihrer Rassentheorie fähig waren. Der 1987 seliggesprochene Marcel Callo und der evangelische Geistliche Dietrich Bonhoeffer geben uns aber ein Vorbild für unseren Glauben und für unser Handeln."

Konkret rief der Bischof zum Gebet, zur Hilfe und zur Einflussnahme zugunsten der Menschen auf, die angesichts von Terror und Verfolgung ihre Heimat aufgeben müssen: "Der Hass muss ein Ende nehmen." Zum Abschluss des Besuchsprogramms in Flossenbürg zeigte sich Voderholzer beeindruckt von der Gastfreundschaft im "Museumscafé". Ein herzliches Grüß Gott galt den Mitarbeitern des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth. Das HPZ betreibt das Lokal und kümmerte sich um das leibliche Wohl des Würdenträgers.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.