Blacksburg.
Manuel Ziegler inspiriert von den USA

(pek) Der Neustädter Leichtathlet Manuel Ziegler hat am Samstag bei den ACC-Meisterschaften in Blacksburg (USA) mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 16,61 Metern den Dreisprung-Wettbewerb gewonnen. Der 24-Jährige übertraf eine Woche nach der Nominierungsphase die vom Deutschen Leichtathletik-Verband geforderte Qualifikationsnorm von 16,55 Metern für die am kommenden Wochenende in Prag stattfindenden Hallen-Europameisterschaften. Als Student in den Staaten plante er allerdings nicht mit dem Saisonhöhepunkt des Winters in Europa, sondern konzentriert sich weiterhin auf die in USA stattfindenden Meisterschaftsspringen. Mit der erneuten Leistungssteigerung steht er aktuell in Europa auf Platz 13, in der Weltbestenliste wird er auf Position 21 in der Halle geführt.

Sein Siegessprung am Wochenende bedeutete nicht nur Meisterschaftsrekord und Gesamtrekord innerhalb der ACC-Veranstaltungsreihe (Atlantic Coast Conference). Der LG Athlet übernahm damit auch deutlich die Führung in der deutschen Jahresbestenliste dieses Winters vor dem Chemnitzer und U20-Vize-Weltmeister Max Heß (16,34 m) und dem neuen deutschen Hallenmeister des vorausgegangenen Wochenendes, Marcel Kornhardt (16,25 m). In seiner bayerischen Heimat löschte sein Rekordsprung die alte Rekordmarke des gebürtigen Russen Verzi Hrvoje (LAC Quelle Fürth) mit 16,43 Metern des Jahres 2001 aus den Rekordbüchern.

"Es war ein besonderes Erlebnis, diesen klasse Wettkampf für mich entscheiden zu können und mit der vollen Punktzahl zum Gesamtsieg unserer Mannschaft beizutragen", erklärte der deutsche Meister im Freien. Ziegler legte eine beeindruckende Serie hin: 16,06 m, 16,48 m, 16,35 m, 16,04 m und 16,61 m. Schon einen Tag vor seinem großen Auftritt unterstrich er mit persönlicher Bestleistung auch im Weitsprung mit 7,41 Metern seine Top Form. Er wurde beim Sieg von Jalen Ramsey (USA/7,69 m) Vierter und punktete auch in dieser Disziplin für seine am Ende siegreiche Universität. Der Vollstipendiat aus Neustadt ließ sich dabei von der positiv anspornenden Einstellung der US-Athleten und ihrem Teamgeist inspirieren. Für die Virginia Tech war es erst der dritte Sieg, den eine Männermannschaft in der langen Tradition der "Atlantic Coast Conference" einfahren konnte.
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