Blue Devils: Dritter Sieg in Serie

Die Blue Devils mussten am Freitag ein hartes Stück Arbeit verrichten, bis der 6:4-Erfolg gegen Schlusslicht EHV Schönheide feststand. Der Kanadier Jacob Laliberte (rechts), der hier Gästespieler Petr Gulda davonzieht, erzielte zwei Treffer. Bild: Gebert

Dem Eishockey-Fest gegen die Selber Wölfe folgte Magerkost: Ein Heimsieg der Blue Devils gegen Schlusslicht EHV Schönheide war fest einkalkuliert, doch es wurde eine ganz enge Kiste. Erst in der Schlussphase brachten die Weidener die drei Punkte und damit den dritten Sieg in Serie unter Dach und Fach.

Weiden. (gb) Der 6:4 (1:2, 2:1, 3:1)-Erfolg der Blue Devils gegen den EHV Schönheide ist am ehesten in die Kategorie Arbeitssieg einzuordnen. Die Weidener passten sich dem Niveau des Gegners an. Das Schlusslicht setzte auf Defensive, zerstörte das Spiel der Hausherren und setzte auf Konter, die allerdings brandgefährlich waren. "Mir war vorher klar, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde. Leider habe ich mich nicht getäuscht", sagte Trainer Markus Berwanger nach dem hart erkämpften Dreier. Erst 22 Sekunden vor Schluss machte Ales Jirik mit seinem "empty-net-goal" alles klar.

Auch das frühe 1:0 durch Jacob Laliberte (4. Minute) brachte nicht die nötige Ruhe ins Weidener Spiel. 21 Sekunden später traf Richard Zerbst zum 1:1 (4.) und knapp eine Minute danach lagen die Gäste nach einem Konter - Torschütze war Miroslav Jenka - in Front. Es folgten ungestüme Angriffe der Weidener, wobei vieles Stückwerk blieb. In der Defensive waren die Devils oft zu sorglos.

Nach Wiederbeginn blieb Verteidiger Ludwig Synowiec auf der Bank. Thomas Schreier wechselte in die Abwehr, Dominik Schopper nahm Schreiers Part im dritten Sturm ein. Als Daniel Willaschek in der Kühlbox saß, gelang Stefan Ortolf in Unterzahl der Ausgleich (26.). Wenig später hatten die Gäste in doppelter Überzahl die Chance zur erneuten Führung. Die Devils verteidigten sehr gut und Gästecoach Victor Proskuryakov bezeichnete diese Phase als "Schlüsselsituation" für eine aus seiner Sicht "ärgerliche Niederlage". Nachdem Ales Jirik mit einem Penalty an EHV-Goalie Florian Neumann gescheitert war (29.), gelang dem Kanadier Jacob Laliberte kurz darauf das 3:2 (31.). Das schien die Wende gewesen zu sein, doch die Weidener liefen in den nächsten Konter, den Kevin Geier zum 3:3 abschloss (35.).

Und es sollte noch schlimmer kommen. 45 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als Petr Gulda die Sachsen mit 4:3 in Führung schoss. Doch jetzt ging endgültig ein Ruck durch die Devils-Truppe und Trainer Markus Berwanger meinte hinterher: "Vor vier, fünf Wochen hätten wir so ein Spiel wahrscheinlich verloren. Inzwischen haben wir aber das Selbstvertrauen und die Fähigkeit, Tore zu schießen." Daniel Willaschek (45./Überzahl), Lubomir Vaskovic (53.) und Ales Jirik (60.) machten den dritten Sieg in Folge perfekt.

In der Pressekonferenz äußerte sich Christian Meiler zur Personalie Dusan Andrasovsky. "Wir sind immer bestrebt, das Maximum aus unseren Möglichkeiten herauszuholen. Eine Maßnahme ist, dass Spieler zum Probetraining kommen. Dusan hat zwei Wochen mittrainiert, ist im Moment aber keine Option. Aktuell sind wir mit unseren Ausländern zufrieden, die immer besser ins Spiel kommen", erklärte der Teammanager. "Wir werden weiter versuchen, den Kader zu verstärken, aber mit kühlem Kopf", ergänzte Meiler.

Am Sonntag um 18 Uhr treten die Blue Devils beim Fünften EC Peiting an, der am Freitag bei Spitzenreiter EV Regensburg mit 5:8 unterlag.
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