Blue Devils erkämpfen Punkt

Die Blue Devils trotzten am Freitagabend dem EV Regensburg einen Punkt ab. Der Favorit aus der Domstadt setzte sich erst in der Verlängerung mit 4:3 durch. Von links (Weidener Spieler in den blauen Trikots): Veit Holzmann, Yannick Drews, Stefan Ortolf, Mark Dunlop, Barry Noe, Ales Jirik und Thomas Ower. Bild: Gebert

Der Derby-Fluch hat Bestand, doch die Blue Devils trotzten dem hohen Favoriten EV Regensburg zumindest einen Punkt ab. Im Oberpfalzderby gaben sich die Weidener am Freitagabend erst in der Verlängerung geschlagen. Im Schlussdrittel lag sogar eine Sensation in der Luft.

Weiden. (gb) In der vergangenen Saison zogen die Blue Devils in allen zwölf Derbys gegen Regensburg, Selb und Bayreuth den Kürzeren - oft waren sie dabei völlig chancenlos. Am Freitagabend lieferten die Weidener dem Nachbarrivalen aus der Bezirkshauptstadt einen großen Kampf. Und am Ende hätten es sogar drei Punkte sein können. "Regensburg war auf das ganze Spiel gesehen sicher die bessere Mannschaft, aber mit mehr Killerinstinkt hätte heute mehr herausspringen können", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger nach der 3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung.

Gästecoach Doug Irwin sprach von einem "verrückten Derby". Mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft sei er sehr zufrieden gewesen. "Allerdings hätten wir da drei, vier, fünf Tore schießen müssen. Danach haben wir durch Undiszipliniertheiten das Konzept verloren", kritisierte Irwin.

Die Blue Devils gingen ohne die beiden wichtigen Verteidiger Daniel Willaschek (Fingerbruch) und Marius Pöpel (Gehirnerschütterung) in das Derby. Zudem war mit Ludwig Synowiec, der wegen einer Mandelentzündung die ganze Woche nicht trainieren konnte, ein weiterer Abwehrspieler nicht richtig fit. "Hut ab vor seiner Leistung", lobte Berwanger.

Der Favorit aus der Domstadt legte ein hohes Tempo vor und dominierte im ersten Abschnitt klar das Geschehen. Die frühe Führung durch Stefan Huber (3. Minute) ging völlig in Ordnung. Regensburg übte weiter Dauerdruck aus, die Blue Devils konnten sich oft minutenlang nicht befreien. Die erste und einzige Chance in den ersten 20 Minuten nutzte Stefan Ortolf nach Vorlage von Ales Jirik zum Ausgleich (10.). "Wir waren im ersten Drittel etwas nervös vor der großen Kulisse. Mit Glück, Geschick und dank Torwart Fabian Hönkhaus haben wir einen Rückstand verhindert", gab Berwanger zu.

Im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst nicht viel am Spielverlauf. Regensburg gab weiter den Ton an und ging durch Peter Flache erneut in Führung (27.). Die Partie wurde allerdings zerfahrener, der Spielfluss litt unter etlichen Strafen. Weiden kämpfte sich immer mehr ins Spiel hinein und hatte über eine Minute in doppelter Überzahl die Möglichkeit zum Ausgleich. Der gelang aber erst nach einem Fehler von Gästegoalie Thomas Ower. Der Ex-Devil wollte das Spiel schnell machen, spielte aber einem Weidener Akteur die Scheibe genau in den Schläger und daraus resultierte das 2:2 durch Michael Kirchberger (39.).

Dieser Treffer zeigte Wirkung beim Favoriten. Im Schlussdrittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Devils durch Ralf Herbst in Führung gingen (43./Überzahl). Den möglichen Sieg vergaben die Weidener, als sie eine zweiminütige 5:3- Überzahl nicht zum vierten Treffer nutzen konnten. Auf der Gegenseite traf dann Jeffrey Smith im Powerplay zum 3:3 (54.). Dabei blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit. In der "Overtime" machte William Trew nach 22 Sekunden den Regensburger Sieg perfekt.

Am Sonntag in Bayreuth

Am Sonntag folgt bereits das nächste Derby, um 18 Uhr treten die Blue Devils bei den Bayreuth Tigers an. "Wir werden wieder an unsere Leistungsgrenze gehen", versprach Berwanger, der sich zudem sehr optimistisch gab: "Wir fahren nach Bayreuth, um drei Punkte zu holen."
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