Blue Devils fertigen Füssen ab

Marcel Waldowsky erzielte beim 6:4-Sieg der Blue Devils in Füssen zwei Treffer. Besonders wichtig war "Waldis" Tor zum 5:3, nachdem die Allgäuer nach einem 0:4-Rückstand auf 3:4 herangekommen waren. Bild: Gebert

Für die Blue Devils ist seit Dienstagabend die Saison 2014/15 beendet. Die Weidener gewannen auch das dritte Match der zweiten Play-down-Runde gegen den EV Füssen und entschieden damit die Best-of-five-Serie mit 3:0-Siegen für sich. Der Klassenerhalt ist allerdings noch nicht perfekt.

Füssen. (gb) "Wir haben unseren Teil getan, um den Abstieg zu verhindern. Alles andere müssen wir jetzt abwarten", sagte Thomas Siller nach der Partie am legendären Füssener Kobelhang. Die Erleichterung war dem Vorsitzenden des 1. EV Weiden deutlich anzumerken, denn die Mannschaft hatte es in den 60 Minuten zuvor unnötig spannend gemacht. Was im ersten Drittel nach einem souveränen Sieg der Blue Devils ausgesehen hatte, wurde noch zu einer Zitterpartie. Am Ende setzten sich die Weidener mit 6:4 (4:0, 0:2, 2:2) durch.

"Ich bin so glücklich momentan, dass wir das geschafft haben", sagte Trainer Josef Hefner. Er dankte der Mannschaft, die alles gegeben habe, und seinen Co-Trainern Jan Penk und Dirk Salinger, die ihn "in den vergangenen Monaten so großartig unterstützt haben".

Die Blue Devils begannen sehr konzentriert. Sie spielten kein Hurra-Eishockey, sondern standen defensiv gut und setzten auf Konter. Vor allem aber arbeiteten die Weidener in der neutralen Zone hervorragend und ließen Füssen nicht ins Spiel kommen. Die zwei, drei guten Möglichkeiten der Allgäuer vereitelte der gute Devils-Goalie Daniel Huber.

Auf der anderen Seite nutzten die Oberpfälzer endlich einmal ihre Chancen und zogen innerhalb von sieben Minuten auf 4:0 davon. Nach einer Kombination der tschechischen Sturmreihe erzielte Frantisek Mrazek das 1:0 (9. Minute). Als kurz nacheinander zwei Füssener in die Kühlbox mussten, schlugen die Weidener im Powerplay zweimal zu. Zunächst erhöhte Marcel Waldowsky mit einem Gewaltschuss auf 2:0 (12.), dann traf Michael Kirchberger nach einer klasse Vorarbeit von Konstantin Firsanov (13.). Ralf Herbst legte mit einem Schuss aus der Halbdistanz das 4:0 nach (16.). "Wir haben im ersten Drittel super gespielt, viel Druck aufs Tor gemacht und unsere Chancen genutzt", freute sich Hefner.

Füssen gibt nicht auf

Die Partie schien gelaufen, doch Füssen wollte sich damit noch nicht abfinden. Die Gastgeber setzten alles auf eine Karte, machten enorm Druck und vor dem Weidener Kasten spielten sich brenzlige Situationen ab. Lobend ist zu erwähnen, dass die Blue Devils sehr diszipliniert spielten und trotz des Dauerdrucks im zweiten Drittel ohne Strafzeit blieben. Zwei Tore durch Alexander Golts (26.) und Vladimir Kames (38. in Unterzahl) gelangen den Allgäuern dennoch. "Mit zwei Gegentoren waren wir gut bedient. Das wird noch eine heiße Nummer", sagte Thomas Siller in der zweiten Pause.

Und der Vorsitzende sollte Recht behalten, denn 44 Sekunden nach Wiederbeginn waren die Füssener durch den Treffer von Torjäger Joshua Burnell endgültig zurück ins Spiel. In dieser kritischen Phase nahm Marcel Waldowsky einem Füssener die Scheibe ab und markierte das 5:3 (46.). "Dieses Tor war unsere Rettung, danach waren wir wieder im Spiel", erklärte Siller. Füssen kam zwar erneut durch Burnell noch einmal auf 4:5 heran (56.), doch Veit Holzmann beseitigte mit dem 6:4 (58.) die letzten Zweifel am Devil- Sieg.

Voraussichtlich am Freitag werden sich die Blue Devils bei einer Abschlussfeier mit Trikotversteigerung von ihren Fans verabschieden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Der Klassenerhalt kann hier aber noch nicht gefeiert werden. Jetzt gilt es abzuwarten, was in der DEL 2 in Sachen Auf- und Abstieg passiert, ob ein Verein aus der Bayernliga aufsteigt und was aus dem wirtschaftlich schwächelnden TSV Erding wird.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.