Blue Devils in der Pflicht

Nach dem erschreckend schwachen Auftritt gegen den EHC Klostersee stehen die Blue Devils in der Pflicht. Wiedergutmachung ist angesagt, um verlorenen Kredit bei den treuen Fans zurückzugewinnen. Allerdings gastiert heute ein hochkarätiger Gegner in der Hans-Schröpf-Arena.

Weiden. (gb) Josef Hefner ist immer noch sauer wegen der Leistung beim 0:3 gegen die Grafinger am vergangenen Sonntag. "Die Spieler müssen zeigen, dass sie es anders können", fordert der Trainer der Blue Devils heute (Beginn 20 Uhr) im Derby gegen den VER Selb vor allem kämpferisch ein anderes Auftreten.

Hefner weiß natürlich, dass seine Mannschaft als Außenseiter ins Match gegen den Tabellendritten geht. Es müsse kein schönes Spiel sein, sagt er, aber: "Jeder muss zeigen, dass er für den Verein und ein gutes Ergebnis kämpfen will."

Negative Begleiterscheinungen der Pleite gegen Klostersee waren das Abrutschen auf den letzten Platz und der Rückschlag im Kampf um Rang zehn, der das Heimrecht in der ersten Play-down-Runde garantiert. Darum streiten sich der TSV Erding (10./30), der EV Füssen (11./28) und die Blue Devils (12./28), wobei die Weidener ein Spiel mehr ausgetragen haben. "Wir dürfen nicht aufgeben, müssen an uns glauben und zeigen, dass wir eine bessere Platzierung wollen", sagt Hefner vor dem einzigen Spiel am Wochenende. Am Sonntag sind die Devils spielfrei, die Partie in Bad Tölz wurde schon am Dreikönigstag ausgetragen.

Firsanov fehlt noch

Gegen den Lokalrivalen muss Hefner auf die erkrankten Lukas Salinger und Nico Ehmann sowie den verletzten Konstantin Firsanov (Knochenabsplitterung im Handgelenk) verzichten. "Firsanov muss voraussichtlich noch eine Woche pausieren, dann kann er wieder mit dem Training beginnen", erklärte der Coach. Wieder dabei sind die zuletzt fehlenden Ralf Herbst und Philipp Siller.

Siller rückt in den zweiten Sturm zu Ales Jirik und Timo Borrmann. Die erste Reihe bilden Jiri Kuchler, Marcel Waldowsky und Veit Holzmann. Im dritten Block stürmen Florian Zellner, Dominik Schopper und Oliver Dam. Auf der Bank bleiben zunächst Marco Pronath (er kann aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig trainieren), Michael Kirchberger (leicht angeschlagen) und Oleg Seibel. Die Abwehrpärchen bilden Ralf Herbst und Daniel Willaschek, David Pojkar und Marius Pöpel sowie Ludwig Synowiec und Philipp Gejerhos. Zwischen den Pfosten steht Daniel Huber.

Das ewig junge Derby zwischen den Devils und den Wölfen steigt heute zum vierten Mal in dieser Saison. Bisher hatten die Oberpfälzer immer das Nachsehen - 2:4 zu Hause sowie 2:4 und 3:6 in Selb. Allerdings wehrten sich die Weidener in allen drei Partien verbissen und boten dem Favoriten über weite Strecken Paroli. "Da hat man gesehen, wie wichtig der Kampfgeist ist", erinnert sich Hefner. Wichtig wird auch sein, ob es den Devils gelingt, das kanadische Sturmduo Jared Mudryk und Kyle Piwowarczyk in Schach zu halten.

VER Selb in Form

Die Selber sind zwar längst für die Play-offs qualifiziert, zu verschenken haben sie aber sicher nichts, denn sie kämpfen noch um Platz zwei. Ihre gute Form stellten sie vergangenes Wochenende bei den Siegen gegen Spitzenreiter EHC Freiburg (4:2) und im Oberfrankenderby beim EHC Bayreuth (4:3) unter Beweis.

Aufgebot Blue Devils: Huber, Engmann - Herbst, Willaschek, Pojkar, Pöpel, Synowiec, Gejerhos - Waldowsky, Kuchler, Holzmann, Jirik, Borrmann, Siller, Schopper, Zellner, Dam, Seibel, Pronath, K
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