Blue Devils mächtig unter Druck

Enttäuschte Blue Devils nach dem Match, in dieser Saison ein typisches Bild: Am Freitag verloren die Weidener das erste Play-down-Spiel beim ERC Sonthofen mit 1:7 und stehen damit in der zweiten Partie der Best-of-five-Serie am Sonntag in der heimischen Hans-Schröpf-Arena unter Zugzwang. Bild: Gebert

Gute Vorsätze waren da, Zuversicht auch, doch am Ende gab es enttäuschte Gesichter: Die Blue Devils sind mit einer 1:7-Niederlage beim ERC Sonthofen in die Play-downs um den Klassenerhalt gestartet. Jetzt muss am Sonntag ein Heimsieg her, um die Best-of-five-Serie auszugleichen.

Sonthofen. (gb) In der Hauptrunde hatten die Blue Devils viermal gegen den ERC Sonthofen verloren. Die Favoritenrolle war also klar verteilt, dennoch waren die Weidener nicht ohne eine Portion Optimismus ins Allgäu gereist. "Wir starten am Freitag bei Null und sind sicher nicht chancenlos", hatte Trainer Josef Hefner Zuversicht ausgestrahlt. Die Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht: Das Schlusslicht der Oberliga Süd zog beim Tabellen-Neunten mit 1:7 (0:3, 1:3, 0:1) den Kürzeren.

Trainer Josef Hefner setzte auf den Ausländerpositionen doch auf die defensive Variante mit Verteidiger David Pojkar - allerdings nicht ganz freiwillig. Im Sturm bot er Jiri Kuchler auf, der dritte Tscheche (Frantisek Mrazek) blieb leicht angeschlagen draußen. Positiv auf das Spiel der Blue Devils wirkte sich das nicht aus: Die Abwehr offenbarte immer wieder Lücken und im Sturm fehlte wie so oft in den vergangenen Wochen die nötige Durchschlagskraft.

"Sonthofen hat sehr clever gespielt und im richtigen Moment die Tore gemacht", lobte Hefner die routinierte Truppe der Allgäuer. "Wir hatten auch genügend Chancen, aber keine hundertprozentigen, weil wir in der Angriffszone nicht den nötigen Druck ausüben konnten", bemängelte der Devils-Coach. 1:7 oder 0:1 sei in Play-offs oder Play-downs letztlich egal. "Jetzt müssen wir uns auf Sonntag vorbereiten und mit einem Sieg den Ausgleich herstellen."

Die Blue Devils waren im ersten Drittel nicht die schlechtere Mannschaft. Der Unterschied lag in der Effektivität bei der Chancenverwertung. Sonthofen stand hinten gut, lauerte auf Konter und wartete vor allem auf Fehler der Gäste. Und wenn sich eine Chance bot, schlug der Favorit zu. Michael Grimm (7. Minute), Marc Sill (9./Überzahl und 19.) schossen die 3:0-Führung heraus.

Ab dem zweiten Drittel stand Oliver Engmann für Daniel Huber zwischen den Pfosten. Er musste schon nach 52 Sekunden hinter sich greifen. Ron Newhook erzielte das 4:0 und in der 24. Minute legte Andrew Contois das 5:0 nach. Das Match war entschieden, daran änderte auch der Anschlusstreffer durch Ales Jirik (28./Überzahl nichts. Ebenfalls im Powerplay stellte Markus Vaitl (31.) den alten Abstand wieder her. Im Schlussabschnitt schalteten beide Teams einen Gang zurück und schonten ihre Kräfte offensichtlich für Sonntag. Robin Slanina (45.) stellte noch den 7:1-Endstand her.

Match zwei am Sonntag

Am Sonntag, 8. März, Beginn 18.30 Uhr, steigt in der Hans-Schröpf-Arena das zweite Match. Für die Blue Devils ist dabei ein Sieg Pflicht, andernfalls könnte die Serie schon am Dienstag in Sonthofen zu Ende sein. Im zweiten Play-down-Spiel setzte sich der TSV Erding gegen den EV Füssen ebenfalls klar mit 8:2 durch.

Heimpleite für Selb

In den Play-offs gab es am ersten Spieltag eine faustdicke Überraschung. Die Selber Wölfe unterlagen zu Hause dem EHC Klostersee mit 1:3. In den anderen Partien setzten sich die Favoriten durch. Vorrunden-Meister EHC Freiburg besiegte den Deggendorfer SC mit 4:0, der EHC Bayreuth fertigte den EC Bad Tölz mit 8:4 ab und der EV Regensburg bezwang bereits am Donnerstag den EC Peiting nach einem 0:2-Rückstand mit 4:2.
Weitere Beiträge zu den Themen: Schröpf (1449)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.