Blue Devils ohne Vollstrecker

Ohne Ales Jirik, der Deutsch-Tscheche musste wegen einer Handgelenksverletzung passen, kassierten die Blue Devils am Sonntag die 16. Niederlage in Folge. Beim EHC Klostersee verloren die Weidener mit 0:2. Bild: Gebert

Keine Tore, keine Punkte! Trotz einer ordentlichen Leistung gingen die Blue Devils auch am Sonntag in Grafing leer aus, weil ihnen in der Offensive die Durchschlagskraft fehlte. Das 0:2 beim EHC Klostersee war für die Weidener inzwischen die 16. Niederlage in Folge.

Grafing. (gb) Die Blue Devils konnten auch am Sonntag ihre Negativserie nicht stoppen. Ein Powerplay-Tor in der dritten Minute und ein "empty-net-goal" neun Sekunden vor der Schlusssirene besiegelten die 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)-Niederlage beim EHC Klostersee.

"Das Spiel war ordentlich und wir hätten heute drei Punkte verdient gehabt", sagte Josef Hefner, der vor allem mit der Defensivarbeit zufrieden war. "Offensiv müssen wir uns verbessern. Da fehlt noch was, aber das kommt", ist der Trainer der Blue Devils überzeugt.

Josef Hefner musste seine am Freitag gegen Regensburg gut funktionierende erste Sturmreihe umbauen, weil Ales Jirik wegen einer Handgelenksverletzung ausfiel. Neben Neuzugang Jiri Kuchler und Marcel Waldowsky lief Oleg Seibel auf. Die anderen beiden Angriffsblöcke sowie die Verteidigerpärchen blieben gegenüber dem Oberpfalzderby unverändert. Zwischen den Pfosten stand diesmal Oliver Engmann, der ebenso wie sein Gegenüber auf Klostersee Seite, Martin Morczinietz, eine gute Leistung bot.

Die Partie begann denkbar schlecht für die Gäste. Bereits nach 25 Sekunden musste Ralf Herbst in die Kühlbox. Die Unterzahlsituation war fast überstanden, doch eine Sekunde vor Ablauf der Strafe brachte Valentin Scharpf die Grafinger in Führung (3.). Trotz dieses Gegentreffers ist das verbesserte Unterzahlspiel der Weidener positiv zu erwähnen. "Mit einem Mann weniger haben wir heute gut gespielt", erklärte Hefner. Genug Gelegenheiten hatte sein Team bei 14 Minuten in numerischer Unterlegenheit. Auf der Gegenseite hatten die Weidener selbst nur drei Powerplay-Möglichkeiten.

Die Blue Devils steckten den frühen Rückschlag weg und es entwickelte sich im weiteren Verlauf des ersten Drittels ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Im zweiten Abschnitt kam Klostersee stärker auf, "doch die besseren Chancen hatten wir. Zum Beispiel wurde ein Treffer von Oleg Seibel nicht anerkannt", ärgerte sich Hefner.

Das Schlussdrittel begannen die Oberpfälzer mit einem Mann weniger, zwei weitere Unterzahlspiele folgten. "Das hat viel Kraft gekostet und nach dem schweren Spiel am Freitag war die Mannschaft irgendwann platt", sagte Hefner, der aber das ständige Bemühen hervorhob. "Die Jungs wollten den Ausgleich machen." Kurz vor dem Ende nahm der Weidener Coach Goalie Oliver Engmann vom Eis und wollte mit sechs Feldspielern die Verlängerung erzwingen. Doch der Schuss ging nach hinten los: Neun Sekunden vor der Schlusssirene machte Raphael Kaefer mit seinem "empty-net-goal" alles klar.

Den nächsten Versuch, die Negativserie zu beenden, unternehmen die Blue Devils am Freitag, 26. Dezember, um 18 Uhr beim TSV Erding. Am Sonntag, 28. Dezember, gastiert dann um 18.30 Uhr der ERC Sonthofen in der Hans-Schröpf-Arena.
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